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29.09.2008 | 17:10 h

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Redaktion:

Martin Munker

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Tests

 

Sehr praxisgerecht: Manitou R7 MRD Absolute 100

Die aktuelle Generation der Manitou-Gabeln soll verlorenes Terrain zurückerobern. Und die Ingenieure haben bekannte Schwächen der älteren Gabeln ausgemerzt, wie unserer harten Praxistests bestätigen.

Manitou R7 MRD Absolute 100
© Chris Trojer

Manitou R7 MRD Absolute 100
© Chris Trojer

Manitou R7 MRD Absolute 100
© Chris Trojer

Manitou R7 MRD Absolute 100
© Chris Trojer

Manitou R7 MRD Absolute 100
© Chris Trojer

Mit der R7 MRD Absolute haben wir ein absolutes Leichtgewicht über einen längeren Zeitraum und mehrere Marathonstrecken gefahren. Das »Absolute« im Namen bezieht sich allerdings auf die neue Plattformdämpfung. Auf dem rechten Gabelholm sitzt der Verstellhebel für diese Plattformdämpfung. Das Aluminiumteil ist sehr gut zu greifen, auch während der Fahrt, und bietet fünf deutlich indexierte Stufen an, von ganz offen bis ganz blockiert.

Wir haben die R7 ganz offen gefahren, in Anstiegen meist zwei Klicks zugemacht. So ist sie im Wiegetritt schon so gut wie wippfrei und reagiert dennoch auf unvermittelt auftauchende Hindernisse. In geöffneter Einstellung spricht die R7 sehr sensibel an, ohne das Gefühl zu vermitteln, sie würde erst einmal ein Stück »wegsacken«, so wie es ältere Exemplare oft getan haben. Den Federweg durchläuft sie zunächst sehr harmonisch, ungefähr im letzten Drittel steigt die Progression spürbar an.

Die Zugstufe kann sehr breitbandig und effektiv verstellt werden, wobei die letzten der 16 Klicks im Grunde unnötig sind, da die Gabel in dieser Einstellung fast nicht mehr ausfedert. Wir haben sie eher im mittleren Bereich gehalten. Das Ventil der Luftkammer sitzt unter dem linken Tauchrohr: Das ist in der Bedienung einen Tick unkomfortabel, und man muss bei demontiertem Vorderrad aufpassen, es nicht zu beschädigen. Suboptimal auch: Beim Abschrauben der Dämpferpumpe entweicht meist ein kleiner Teil des Schmieröls, der die Bremsscheibe »versauen« kann.

Die Manitou hat bei unserem Test geholfen, das Gewicht eines Hardtails weiter zu drücken, und sie passt auch von ihrem Charakter ausgezeichnet an ein nur vorne gefedertes Bike. Es ist auch erstaunlich, wie steif und stabil sie trotz ihres geringen Gewichts wirkt. Zumindest in unserer Gewichtsklasse »steht« sie beim Bremsen.

Fazit: Manitou hat seine Hausaufgaben gemacht. Die R7 MRD Absolute ist nicht nur wegen ihres geringen Gewichts für Rennfahrer interessant, sie kann auch durch ihre Funktion und die praxisgerechten Verstellmöglichkeiten punkten. Auch technisch wenig Versierte finden sich schnell zurecht.

Manitou R7 MRD Absolute 100

Preis: 649 Euro
Gewicht: 1 353 Gramm (Schaftlänge 263 mm)
Federweg: 100 Millimeter
Konstruktion/Material: Teleskopgabel, 30-Millimeter-Standrohre aus Aluminium, hohlgeschmiedete Gabelbrücke aus Aluminium, Tauchrohreinheit aus Magnesium (Gabelbrücke hinten)
Charakteristik: Leichte Race/Marathon-Gabel
Sonstiges: Disc only, Post-Mount-Bremsaufnahme, »Absolute Platform Damping« in fünf Stufen, auch als 80-Millimeter-Version
Vertrieb: Merida & Centurion Germany,
07159-945930,
vertrieb@merida-centurion.com,
www.mcg-parts.de

 

Erfahrungen der »bike sport news«-Leser:

Viele Leser sind einem Aufruf gefolgt und haben uns ihre Erfahrungen mit aktuellen Gabeln geschildert.

(Quelle: »bike sport news« August 8/2008)

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