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04.12.2008 | 22:52 h

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Redaktion:

Chris Trojer

 
 
 

Tests

 

Schrei nach Liebe: Das Superfully Merida 96 Team

Herrlich irrational und überschwänglich emotional: Das Merida Ninety-Six Team ist der wahr gewordene Traum eines jeden Bike- und Teilefetischisten. Doch dieses Geschoss kann weit mehr, als nur teuer sein!

Merida 96: Schrei nach Liebe
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Merida 96 in Action
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Einfach schön: Verbindungssteg der Druckstreben
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Lenkzentrale – nach den Vorlieben der Teambiker gestaltet
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Edel, leicht und steif: die Carbonwippe
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Teuer und leicht: DT Swiss XRC 1250 Laufräder
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Blick auf die Double-Chamber-Technologie im Ineren des Oberrohrs
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Aufregende Entwicklungen stehen bevor

Es ist nicht der Preis, der mich in diese ekstatische Stimmung zwingt – er schreckt mich eher ab. Vielmehr ist es die Erkenntnis, dass uns doch noch aufregende Entwicklungen bevorstehen. Dieses Bike hat die verkümmerte Flamme der Vorfreude auf technische Neuerungen wieder entfacht. In ein paar Jahren werden wir alle die Möglichkeit haben, von den am Ninety-Six verwirklichten Ideen zu profitieren – das wird eine geile Zeit!

Rasend vor Liebe

Mir schießt das Wasser eimerweise aus den Poren, ich verspreize mich hinter dem Lenker des Ninety-Six. Diesen Anstieg habe ich noch nie auf dem mittleren Kettenblatt bezwungen – heute ist Premiere! Diesen Trail bin ich schon unzählige Male auf verschiedensten Rädern gefahren, so geschwindigkeitsfanatisch wie heute jedoch selten. Ich ziehe am Lenker, presse die Beine gen Boden. »Das Ding muss sich doch irgendwie verwinden, das ist ein Leichtbaurahmen« lautet die geistige Kampfansage.
1960 Gramm wiegt der »nackte« Rahmen des Merida Ninety-Six in dieser Rahmengröße, natürlich samt DT Swiss Carbondämpfer. Doch es lässt sich nicht verbiegen, jedes Watt wird direkt in Vorwärtstrieb umgesetzt. Zornig wuchte ich es weiter die Rampe hinauf. Ich beginne zu begreifen, warum die Fahrer des Multivan-Merida-Teams die Kurbelgarnitur gegen eine mit zwei Kettenblättern tauschen. Das kleine Blatt ist an diesem Bike schlichtweg unnötig. 29 Zähne vorne reichen locker, um dieses Geschoss berganzutreiben. Am Scheitelpunkt kehrt sich meine Stimmung: Ich glaube, ich bin verliebt!

Steifigkeit ist Trumpf

Das immer lauter werdende Surren der lauffreudigen Reifen verrät: Es geht wieder leicht bergab. Ein kurzer Dreh am Schalthebel, und die Kette springt auf das große Blatt – Vollgas! Der Untergrund ist staubtrocken, zumindest hier in der prallen Frühlingssonne. Meine Sitzposition ist perfekt, der überlange Vorbau musste einem kürzeren weichen. So früh in der Saison ist es kräftezehrend, in der absoluten Rennposition, die der originale 120-Millimeter-Vorbau vorgibt, auf dem Bike zu »liegen«. Nun folgen Behandlungen der härteren Art. Der Singletrail windet sich leicht hängend am Berg entlang, um wenig später in eine ebenfalls nach außen abfallende, gemeine Neunzig-Grad-Kurve zu münden. Der Hinterbau ist ungemein sensibel, filtert die kleinen Schläge in der Querfahrt gänzlich. Ich beginne, direkt in die Kurven zu springen, um einen Ausreißer des Hecks zu provozieren. Lediglich ein minimales Rutschen des Reifens ist zu registrieren, ein normaler Leichtbaurahmen würde sich bei einer solchen Fahrweise krümmen, dass es einem angst und bange wird. Doch das Ninety-Six steht wie eine Eins.

(Quelle: »bike sport news« 5/2008)

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