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31.08.2011 | 10:56 h

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Thomas Froitzheim

 
 
 

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GPS-Trainer: GPS-Special Teil 2

Wer die Strecke nicht kennt, kam bislang ohne Karte nicht aus. Die Folge: häufige Orientierungs-Stopps. Die stören den Rhythmus genauso wie den Trainingseffekt. Doch keine Bange! Jetzt kommen die neuen Bike-Navis ins Spiel. Sie dienen als Wegweiser am Lenker und zeigen wie Trainingscomputer alle wichtigen Leistungswerte an.

Eines gleich vorneweg – ihr Pflichtprogramm beherrschen alle drei Testgeräte problemlos: Alle Testkandidaten zeigen weltweit, wegegenau und kostenlos, wo man sich befindet und zeichnen zuverlässig auf. Dank der neuen GPS-Chip-Generation funktioniert die Ortung nun auch problemlos im Wald und im Gebirge. Und alle Modelle verfügen über genügend Speicherplatz, um zahlreiche vorgefertigte Touren (sogar für einen Alpencross) auf das Gerät zu laden. So können sämtliche Strecken aufgezeichnet und später ausgewertet oder an Freunde weitergegeben werden.

Pflicht und Kür
Die Kür besteht darin, dem Nutzer ein möglichst kompaktes und dennoch übersichtliches Gerät an den Lenker zu geben, das die Pflicht
(Navi-Funktionen) beherrscht und obendrein den zusätzlichen Bikecomputer ersetzt. Gefragt sind Trainingsparameter wie Herz- und Trittfrequenzmonitor mit allen möglichen Durchschnitts- und Rundenwerten. Drei Geräte beherrschen diese Kür derzeit: der Edge 800 (Garmin), der GP7 (VDO) und der G5 (Xplova). Alle arbeiten mit kabellosen Sendern für die Tritt- und einem Brustgurt für die Herzfrequenzmessung. Alle Geräte funktionieren mit dem ANT+-Standard, der die kabellose Kommunikation zwischen Sendern und Empfängern steuert. So sind Brustgurte und Kadenzmesser grundsätzlich auch mit anderen Herstellern kompatibel. Die Datenauswertung erfolgt allerdings über spezielle Profile (Geschwindigkeit, Kadenz, Kombiprofil aus beiden etc.). Die sind bei älteren Geräten nicht immer angelegt. Die Folge: keine Anzeige der Werte auf dem Display. Eine Übersicht über ANT+-kompatible Geräte findet sich auf der Seite www.thisisant.com/ant/ant-interoperability. Dort können unter „Product directory“ die kompatiblen Geräte und ihre Profile aufgerufen werden. Achtung – einige neuere Produkte sind noch nicht enthalten. Der GP7 bietet als einziges Gerät einen zusätzlichen Geschwindigkeitssensor für die Speichen, der auch funktioniert wenn das Satellitensignal verloren wird. Alle drei Geräte im Test besitzen einen barometrischen Höhenmesser. So kann nach der Tour die aufgezeichnete Strecke mit allen Trainingsdaten (Herz- und Trittfrequenz, Geschwindigkeit, Zeit und Höhe) in Relation gesetzt werden, um das Training effektiver und präziser gestalten zu können. Das geschieht entweder mit der mitgelieferten Software oder per Trainingsportal im Internet, wo man die entsprechenden Daten vor der Auswertung hochladen muss.

Viel und einfach?
Aber: Alle GPS-Geräte müssen in der Anwendung die „Hürde Mensch“ nehmen – die Orientierung mit den Navis sollte so einfach wie möglich sein. Doch genau hier haben die aktuellen Geräte ihre größte Schwachstelle – ihre Komplexität: Sie können nicht zu wenig, sondern einfach zu viel!
Das schreckt Einsteiger ab, die sich häufig mit den vielfältigen Funktionen und dem neuen Vokabular (Tracks, Routen, Wegpunkte, etc.) überfordert fühlen. Leider helfen die Handbücher gerade bei der Tourenplanung selten weiter. Wie so oft schafft aber das Internet Abhilfe: Dank Videos oder Anleitungen aus dem Netz können sich findige User einigermaßen behelfen. Wer schlicht auf die Geräte und die zugehörige Dokumentation setzt, wird feststellen, dass die Streckenberechnung beim VDO GP7 und beim Garmin Edge 800 nach kurzer Einarbeitung einigermaßen gut funktioniert.


Betatschen erwünscht

Läuft die Navigation mit dem Gerät, müssen unterwegs am Lenker nicht unbedingt viele Funktionen aufgerufen werden. Aber das Hinein- und Herauszoomen auf der Karte und der Menüwechsel vom Karten- zum Bikecomputer-Modus (Uhrzeit, Geschwindigkeit, Distanz, Höhe, Herz- und Trittfrequenz) sollten schnell und präzise funktionieren.
Ob dies über Tasten am Gerät oder Bedienfelder auf einem Touchscreen gelöst wird, ist Geschmackssache. Hier überzeugte vor allem Garmins Edge 800: Die großen und leicht zu erkennenden Touchscreen-Felder lassen sich auch mit Handschuhen sehr gut bedienen.

Im Auge des Betrachters
Die Ablesbarkeit des Bildschirms ist ein wichtiger Aspekt. Denn wer nichts erkennt, kann sich weder leiten lassen noch sein Training steuern. Mehr oder weniger Schwierigkeiten hatten leider alle Bildschirme mit starker Sonneneinstrahlung. Vor allem an hellen Tagen mit hoher, geschlossener Wolkendecke (Hochnebel) war auf den Bildschirmen kaum etwas zu erkennen, wenn diese in einem ungünstigen Winkel befestigt waren. In den verschiedenen Testsituationen war der Egde 800 am besten ablesbar, meist auch ohne Hintergrundbeleuchtung. Aber auch der Xplova G5 und der VDO GP7 zeigten überraschend gute Ergebnisse – wenn sie optimal ausgerichtet waren. Das hellste Display hat der VDO GP7, was sich auf Touren an weniger sonnigen oder gar regnerischen Tagen bestens bewährt.
Die größten und übersichtlichsten Displays besitzen VDO und Xplova. Letzterer beweist mit einem Gewicht von nur 150 Gramm, dass große Bildschirme nicht unbedingt schwer sein müssen. Gewichtsfetischisten sollten aber zum Edge 800 greifen: Er wiegt nicht einmal 100 Gramm.

Stromsparen
Wir haben unseren Energiehaushalt selbst in der Hand – auch beim GPS-Gerät. Ein paar Tipps helfen, den Stromverbrauch zu senken und so die Betriebsdauer um 30 bis 50 Prozent zu verlängern – hierbei muss man sich allerdings zwischen Navigationskomfort und Energieverbrauch entscheiden:


+ Stellen Sie die Hintergrundbeleuchtung Ihres Displays nicht auf Dauerbeleuchtung in der hellsten Stufe.

+ Richten Sie Ihre Karte nordwärts aus, andernfalls erfordert das ständige Drehen der Karte Rechenkapazität!

+ Bedienen Sie Ihr Gerät so wenig wie möglich.

Bei unseren Testgeräten machte zuerst der GP7 von VDO schlapp. Wie die meisten Geräte hielt er etwa sechs bis acht Stunden durch; die fest eingebauten Akkus von Xplova und Edge hatten am Ende unserer Tagestouren noch Reserven.

Tracking und Routing
Beim Abfahren gespeicherter Touren, die man zum Beispiel aus dem Internet aufs Gerät laden kann, zeigten vor allem der Edge 800 von Garmin und der VDO GP7 (mit aktuellem Softwareupdate) vielfache Möglichkeiten. Die Tour ist einfach aufzurufen, eine zusätzliche Strecke (z. B. als Schlechtwetteralternative bei einer Transalp) kann eingeblendet werden, die gefahrene und damit aufgezeichnete Strecke ist ebenfalls sichtbar. Wer mag, kann sich die Reststrecke zum Ziel, die Ankunftszeit und zahlreiche andere Trainingsdaten auf dem Display anzeigen lassen.


Wirklich komfortabel wird die Tour, wenn das Gerät unterwegs Strecken ausrechnen kann. Dieses sogenannte Routing beherrscht vor allem der Xplova auf einfache Weise. Allerdings lieferte er nur für den Straßenverkehr relativ brauchbare Ergebnissen. Obwohl beim VDO GP7 auch die Option „Mountainbike-Strecken“ auswählbar war, beschränkte sich das Gerät leider nicht nur auf Singletrails. Ziele können bei allen Geräten auf unterschiedliche Art eingegeben werden: als Adressen, Sehenswürdigkeiten, Koordinaten oder einfach durch das Tippen auf den gewünschten Ort in der Karte. Entscheidend für eine schön zu fahrende Strecke ist vor allem eine gute digitale Karte mit den für Biker wichtigen Informationen wie Oberflächenbeschaffenheit und Verkehrsbelastung. Und daran mangelte es allen Testkandidaten leider noch. Einige Geräte leiten auch per Sprachausgabe. Diese konnte jedoch auf dem Bike nicht immer exakt verstanden werden. Zudem war die grafische Führung auf dem Bildschirm vielfach eindeutiger.

Unser Fazit
Die beste Bedienbarkeit und den umfassendsten Einsatzbereich bietet der Garmin Edge 800. Kartenfreunde greifen eher zum VDO GP7 mit seinem großen, brillanten Display. Sport und Straßen-Routing vereint kein Gerät so gut wie der Xplova G5.

 

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Hier gibt es die Testergebnissen des VDO GP7, des  O-Synce Navi2Move, des GarminEdge 800 und des Xplova G5 – Viel Spaß damit!

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Teil 3 unseres großen GPS-Specials finden Sie hier!

 

(Quelle: )

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