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07.10.2009 | 16:16 h

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Günther Kast

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Bikereviere

 

Top-Trails im Val Poschiavo – Geheimtipps von »Frischi«

Der 4-Tages-Alpencross von St. Anton nach Poschiavo ist längst ein Klassiker für ein verlängertes Wochenende. Doch wer aus dem Tal südlich des Berninapasses gleich wieder abreist, ist selbst schuld. Denn das »Puschlav«, wie die Schweizer sagen, ist ein wahres Schatzkästchen für Trail-Surfer.

Bikerevier Val Poschiavo
© S. Urbaniak / G. Kast/ Th. Frischknecht

Bikerevier Val Poschiavo
© S. Urbaniak / G. Kast/ Th. Frischknecht

Bikerevier Val Poschiavo
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Bikerevier Val Poschiavo
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Bikerevier Val Poschiavo
© S. Urbaniak / G. Kast/ Th. Frischknecht

Bikerevier Val Poschiavo
© S. Urbaniak / G. Kast/ Th. Frischknecht

Bikerevier Val Poschiavo
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© S. Urbaniak / G. Kast/ Th. Frischknecht

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© S. Urbaniak / G. Kast/ Th. Frischknecht

Bikerevier Val Poschiavo
© S. Urbaniak / G. Kast/ Th. Frischknecht

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© S. Urbaniak / G. Kast/ Th. Frischknecht

Bikerevier Val Poschiavo
© S. Urbaniak / G. Kast/ Th. Frischknecht

Bikerevier Val Poschiavo
© S. Urbaniak / G. Kast/ Th. Frischknecht

Bikerevier Val Poschiavo
© S. Urbaniak / G. Kast/ Th. Frischknecht

Als uns Gianluca beim Bike-Hotel Albergo Sport von Bruno Raselli in Le Prese abholt und wir die Bikes auf dem Trailer festzurren, staunen wir nicht schlecht: Eigentlich hatten wir erwartet, dass der Bündner Gianluca nur uns beide zum Col d’Anzano hinauf shutteln würde. Doch jetzt erklärt er uns, dass wir noch auf eine Gruppe der Frischi Bike School aus Celerina warten würden, geführt vom Chef persönlic

Thomas Frischknecht stößt hinzu

Wenig später rollt der zigfache Weltcup-Sieger Thomas Frischknecht in den Bahnhof von Poschiavo ein. Sie haben sich leicht verspätet und Frischi blickt etwas sorgenvoll. Einer der Freerider aus seiner Gruppe hat sich am Handgelenk verletzt – und das gleich bei der ersten Abfahrt vom Berninapass nach Poschiavo. Dabei wollen sie doch während der »Alta Rezia-Freeride«-Woche rund 20.000 Downhill-Höhenmeter vernichten, unterstützt von Seilbahnen, Shuttles und vor allem der Rhätischen Bahn mit ihren so typisch schweizerisch-roten Waggon

Was für ein Kontrast ...!

Während der Auffahrt mit dem Shuttle nach Pescia Bassa hellen sich die Mienen schnell wieder auf. Alle sind gespannt auf die Mega-Abfahrt vom mehr als 2200 Meter hohen Col d’Anzano ins rund 1800 Höhenmeter tiefer gelegene Tirano im bereits italienischen Veltlin mit seinen Obstplantagen und Weinbergen. – Was für ein Kontrast: Wer morgens am Berninapass startet, hat den eisbewehrten Piz Palü mit seinen mächtigen Gletschern direkt vor der Nase. Dort oben, am Lago Bianco, weht immer ein frischer Wind; Murmeltiere pfeifen und huschen dann schnell in ihre Löcher. In Tirano dagegen spürt man, dass der Comer See nicht mehr weit entfernt ist: Es duftet mediterran, in den Straßen der Altstadt locken Eiscafés und Bars. Doch vor der Abfahrt müssen wir uns den Col d’Anzano erst erkämpfen, denn für unseren Shuttle ist in Pescia Bassa Endstation. Noch 200 Höhenmeter können wir bergauf kurbeln, dann ist Schieben angesagt. Zumindest für uns. Frischi hingegen bleibt auch noch bei Steigungen im Sattel, die uns längst abzuwerfen drohen.

73 Jahre – und ein Freerider

Wir schieben lieber und freunden uns mit den Schweizern an. Besonders Franz erstaunt uns: Der pensionierte Mathematik-Professor mit dem Rauschebart ist schon 73 – nicht wirklich ein typisches Alter für Freerider. »Ich habe mir gedacht, das ist weniger anstrengend, als immer nur den Berg hinaufzufahren«, erzählt er schmunzelnd. Und weil ein Schweizer keine halben Sachen macht, legt er jetzt erst mal sorgfältig seine Protektoren an.

Zum Nachdenken kommen wir nicht mehr ...

Wir kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus – über Franz, aber auch über den Blick hinunter nach Tirano.

(Quelle: ---)

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