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18.09.09 | 11:22 h

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Redaktion:

Günther Kast

 
 
 

Bikereviere

 

Die tun was! – Himmel und Hölle in Mayrhofen

Wer Mayrhofen im Zillertal nur als Übernachtungsstation beim Alpencross kennen lernt, ist selbst schuld: Ab diesem Sommer warten mit »Himmelfahrt« und »Höllenritt« zwei der besten Trails in ganz Tirol auf freeride-orientierte Biker. »bike sport news« durfte die neuen Wege vor der offiziellen Eröffnung am 18. Juli schon mal unter die Stollen nehmen.

© Foto: Mayrhofen

© Foto: Mayrhofen

© Foto: Mayrhofen

© Foto: Mayrhofen

© Foto: Mayrhofen

Keine Frage: der bei Wintersportlern und Wanderern beliebte Ferienort im Zillertal mausert sich immer mehr zu einem Eldorado für Radsportler. Im Mai machte hier der Giro d’Italia Station, am ersten Juli-Wochenende floss bei der erstmals ausgetragenen Zillertal Bike Challenge mit hochkarätigen Teilnehmern drei Tage lang viel Schweiß, und auch die Transalp-Challenge wird dieses Jahr in Mayrhofen ihr Quartier aufschlagen. Den Marathonisti und Rennradfahrern muss man die Vorzüge Mayrhofens also nicht erst erklären.

Trailparadies am Penken

Doch nun lockt der Ort auch abfahrts-orientierte Biker an. Bei Insidern und Locals gilt der 2100 Meter hohe Penken schon länger als Trail-Paradies. Allerdings musste man sich die Abfahrten erst verdienen, denn zwischen Tal und Gipfel liegen 1400 Meter Höhenunterschied. Der Einheimische Alex Ganster und sein holländischer Kollege Marcel Liu, der als Snowboardlehrer ins Zillertal kam und hier hängen blieb, kurbelten zigmal die Forstwege hoch, um die Trails auf dem Penken zu erkunden. Was sie fanden, gefiel ihnen so gut, dass sie 2002 »Seasonality« gründeten, um MTB-begeisterten Urlaubsgästen die Schmankerln zu zeigen, die man als »Zuagroasta« selbst nie finden würde.

Ihren Kunden stellten sie vom Cross-Country-Bike über den Freerider bis zur Downhillmaschine das passende »Gerät« zur Verfügung und zogen los gen Penken. »Manchmal stiegen wir in den Bus und ließen uns bis Finkenberg shutteln, um den Uphill etwas zu verkürzen«, erzählt Alex. Doch so ganz glücklich waren sie mit dieser Lösung nicht, denn nicht jeder möchte mit einem 17 Kilogramm schweren Bike längere Strecken bergauf treten.

Dialog mit den Bergbahnen

Deshalb suchten sie den Dialog mit den Mayrhofner Bergbahnen und dem Tourismusverband und beschlossen gemeinsam: Wir bauen einen Trail und shutteln die Biker mit den Bergbahnen nach oben! – Neudeutsch nennt man das eine Win-Win-Situation: Die Biker gelangen mit ihren Rädern bequem auf mehr als 2000 Meter über N.N., die Bergbahnen lasten ihre Gondeln und Lifte besser aus, Seasonality bekommt freeride-orientierte Kundschaft und Mayrhofen neue Übernachtungsgäste.

Ganz so einfach war es dann doch nicht ...

Wegerechte mussten geklärt, Umweltschutzauflagen erfüllt und die Vertreter der »Brauchen-wir-nicht«-Fraktion überzeugt werden. Als die Trails im Juni fast fertig waren, spülte der Stark- und Dauerregen die Hälfte der Wege ins Tal. Doch nun sind Alex und Marcel mächtig stolz, und die Bike-fanatischen Jugendlichen aus Mayrhofen können es kaum erwarten, die neuen Trails zu testen, die in der Tat mit einigen Besonderheiten aufwarten.

»Almdudler Himmelfahrt«-Trail

Oberhalb der Baumgrenze, zwischen Latschen und Alpenrosen, geht es eher gemütlich los. Der »Almdudler Himmelfahrt«-Trail ist beileibe kein Himmelfahrtskommando, sondern eher eine Route für alle. Allerdings kann er über anspruchsvollere so genannte North-Shore-Elemente individuell schwieriger gestaltet werden. Für die Sprünge, Wellenbahnen und Steilkurven wurden ausschließlich Naturmaterialien wie Holz, Erde und Steine verwendet. Wer sich die Hindernisse nicht zutraut, kann diese auf einem »Chickenway« leicht umfahren. Am Trailende kann man durch das Horbergtal wieder hoch zum Startpunkt an der Penkenbahn radeln, die bereits bestehenden Bike-Wege und –Trails ins Tal nutzen – oder aber den »Almdudler Höllenritt« wagen.

(Quelle: ---)

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