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23.09.2009 | 16:14 h

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Redaktion:

Karl Groß

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Teamreports

 

Team Bulls bei der Marathon-EM: Unbekanntes Terrain

Bei der Europameisterschaft Marathon in Otepää (Estland) kamen Thomas Dietsch und Stefan Sahm auf brettflachem Kurs auf den Rängen 13 und 14 ins Ziel. Bei diesem kuriosen »Straßenrennen« – mit der Renndauer eines langen XCO-Wettbewerbs – halfen auch kuriose Tuning-Ideen nicht viel ...

Reduziertes Cockpit am Bulls Black Adder
© Team Bulls

Typische Bergregion in Estland
© Team Bulls

Ein Kettenblatt genügt!
© Team Bulls

Das umgebaute Teambike
© Team Bulls

Zumindest war Fernsehen da
© Team Bulls

Es ging zuerst leicht bergab über Asphalt und Wiese, lange war die Stecke sehr breit. Das Tempo lag teilweise sicher bei 50 km/h, und im Feld wurde es da ganz schön eng. Ich war nur darauf konzentriert, nicht zu stürzen. Sobald irgendwo eine kleine Lücke aufging, hat irgendjemand versucht, sich dort hinein zu zwängen. Es war Krieg, und so hat quasi niemand mitbekommen, dass zwei Fahrer weggesprungen sind, außer ein paar Esten. Die wussten wohl Bescheid«, beschrieb Sahm die ersten Minuten des Rennens.

Keine organisierte Verfolgung der Ausreißer

Der weitere Rennverlauf brachte keine entscheidenden Veränderungen. Das Führungsduo arbeitete gut zusammen, Kilometer um Kilometer wuchs der Vorsprung bis auf über vier Minuten (km 66) an. So war schon sehr früh im Rennen klar, dass ein Team alleine die Lücke nicht zu schließen vermochte, ohne sich selber jeglicher Chancen auf ein gutes Ergebnis zu berauben. Dazu hätte es eine Allianz mehrerer Teams benötigt. Doch eine Kooperation verschiedener Teams und Nationen bei einer Europameisterschaft? Taktische 'Spielchen', die man sonst nur von Straßenrennen kennt. Zwar fuhr das Feld der Favoriten zu keiner Zeit mit ruhigem Tempo, doch eine organisierte Verfolgung der Ausreißer blieb aus. Auf den letzen 20 Kilometern wurde das Tempo zwar höher, die Lücke zur Spitze wieder etwas kleiner, aber gestellt wurde das Führungsduo dadurch bis zum Ziel nicht mehr. Auch die Attacken einzelner Fahrer, an denen sich die Bulls-Profis Stefan Sahm und Thomas Dietsch rege beteiligten, brachten keinen Erfolg.

»Einer EM nicht würdig!«

So siegte Allan Oras nach 2:34:53h knapp vor seinem Landsmann Kalle Kriit. Im Sprint der Verfolgergruppe belegten Dietsch und Sahm die Ränge 13 und 14. »Das gibt's nicht, so etwas haben wir noch nicht erlebt. Das war kein MTB-Marathon, und einer EM nicht würdig! Was da heute auf diesem Kurs gelaufen ist liegt irgendwo im nirgendwo zwischen überlangem Cross-Country und Straßenrennen. Weder von der Strecke noch von der Renndauer her hatte das etwas mit MTB oder Marathon zu tun. 2:34 Stunden mit einem Schnitt von 34,49 km/h, ein Rennverlauf wie in einem Straßenrennen, und kaum eine Chance, allein oder als einzelnes Team etwas auszurichten! Wir sind echt enttäuscht von dem Ergebnis, aber viel mehr darüber, wie und warum das Rennen so ausgegangen ist«, da war sich das Team Bulls am Abend einig.

(Quelle: PM Team Bulls – Friedemann Schmude)

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