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30.08.2009 | 19:37 h

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mjh

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Teamreports

 

Weltmeisterschaft Canberra, Australien: Ein Kurs zum Springen wie ein Känguru

Am Dienstag beginnt in Canberra, Australien die Weltmeisterschaft. Die vier Rothaus-Cube-Biker haben erste Eindrücke auf dem WM-Kurs gesammelt und machen vor dem Saisonhöhepunkt einen optimistischen Eindruck. Der 6,93 Kilometer lange WM-Kurs wird Adelheid Morath und Co. auf jeden Fall alles abverlangen.

Hanna Klein
© Armin M. Küstenbrück

Australische Zuschauer
© Armin M. Küstenbrück

Barbara Benkó
© Armin M. Küstenbrück

Manche der australischen Ureinwohner kommen mit dem Gelände am Mount Stromlo prima zurecht. Aber das liegt wohl nicht nur an der Ortskenntnis sondern auch am Körperbau. Mit ihren langen, muskulösen Hinterbeinen überwinden sie die kleinen Klippen auch bergauf völlig ohne Mühe und noch dazu in einem beachtlichen Tempo. Riesenkängurus schauen hin und wieder bei der Mountainbike-WM vorbei, sehen sich um, hüpfen dann locker über den Kurs und verschwinden hinter der nächsten Kuppe.

Springen können wie die Kängurus, könnte man sagen, ist ein Teil der Übung, die von den weltbesten Mountainbikern bei der Weltmeisterschaft verlangt wird. So wie der Cross-Country-Kurs am 770 Meter hoch gelegenen Mount Stromlo konzipiert ist, verlassen die Räder doch immer wieder den sandigen Untergrund. Es sei denn, man oder frau wählt den „Chicken Way“, den etwas längeren und dafür einfacheren Weg, den es an einigen kniffligen Stellen gibt. Noch mehr als die Bergab-Passagen besitzen jedoch die Anstiege ein Anforderungsprofil, das ungewöhnlich ist. Einfaches Treten wird da ständig unterbrochen von großen Steinen, die Stufen bilden. Das erfordert eine exakte Linienwahl und gutes Handling, um sie zu überwinden und die Kettenblätter zu schonen. „Es ist wichtig gut in den Rhythmus zu finden“, meint Adelheid Morath und Hanna Klein (beide Freiburg) findet, dass man am Berg „kein Tempo fahren kann.“ Überdies gibt es nur sehr wenige Überholmöglichkeiten. Berghoch wie Berg runter. Deshalb ist davon auszugehen, dass die Startphase sehr wichtig werden wird. Am Sonntag wehte zum Teil ein kräftiger, kalter Wind über den Hang, der 2006 von einem Waldbrand praktisch zur Steppe gemacht wurde. Die jung gepflanzten Eukalyptusbäume geben noch keinen Schutz. Zwischen acht und zehn Grad Celsius, höher kletterte die Quecksilbersäule am Sonntag nicht, die trainierenden Sportler waren dick eingepackt. Allerdings sollen die Temperaturen in der australischen Hauptstadt wieder steigen auf moderate 14 bis 17 Grad.

U23-Rennen der Damen

Für Mittwoch, wenn das U23-Rennen der Damen auf dem Programm steht, ist jedenfalls ein sonniger Tag mit 15 Grad Celsius vorher gesagt. Hanna Klein kommt mit diesen Temperaturen gut zurecht, selbst Regen würde ihr nichts ausmachen. Auch die technischen Schwierigkeiten bereiten ihr keine Probleme. Eher im Gegenteil. „Bergrunter macht das Spaß, aber ich finde es ist nicht schwer. Da kann ich sicher wenig Zeit gut machen“, sieht sie sich zum Teil ihrer Stärke beraubt. Die Abfahrten bestehen größtenteils aus kurvenreichen Singletrails, in denen es flott dahin geht.

(Quelle: Rothaus-Cube Öffentlichkeitsarbeit, Erhard Goller)

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