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22.08.2010 | 20:26 h |
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Redaktion: kg |
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Marathon |
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Platt gewinnt vor Dietsch den 21. Grand Raid Cristalp |
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Bei idealen äußeren Bedingungen waren beide Bulls-Piloten auf ihren 29er Carbon-Hardtails im Rennen. Dritter und bester Schweizer wurde der Nofener Marathon-Mountainbiker Thomas Zahnd. Für Platt war es der erste Start beim Grand Raid. |
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Die neu auf 138 Kilometer verlängerte Ausdauerprüfung mit 5628 Höhenmeter verlief vom Start weg sehr animiert. Eine zwölf Mann starke Vorhut mit allen Favoriten bestimmte das Tempo an der Spitze. Die Vorentscheidung führte Platt mit seinem Angriff in der langen Abfahrt vom Mandelon nach Evolène herbei. Rund eine Minute konnte der deutsche Transalp-Sieger auf seine Verfolger herausfahren. Noch lagen jedoch 37 Kilometer und die kraftraubendsten 1850 Höhenmeter mit dem Dach der Tour, der 2800 Meter hohe Pas de Lona, vor dem Grand-Raid-Neuling. In dessen Rücken hatte sich eine hochkarätige Verfolgergruppe mit den Siegern der drei Vorjahre, Alexandre Moos (2009), Urs Huber (2008), Thomas Dietsch (2007) sowie U23-Europameister Konny Looser, Lukas Buchli und Thomas Zahnd formiert. -------------------------------------------------------------
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Doch es war nicht der Tag der früheren Sieger. So versuchte Zahnd sein Glück und konnte sich mit Dietsch am Hinterrad tatsächlich aus der Verfolgergruppe absetzen. »Ich spürte schon am Morgen, dass ich gute Beine hatte«, begründete Zahnd. Der Franzose Dietsch, ein Teamkollege des führenden Platt, zeigte jedoch wenig Anstalten, sich an der Führungsarbeit zu beteiligen. Erst auf dem Fußmarsch zum Pas de Lona versuchte er Zahnd zu distanzieren. »Das war für mich die wohl kniffligste Situation des ganzen Rennens, denn Dietsch ist ein guter Läufer. Ich nahm alle meine Kräfte zusammen und konnte ihn kurz vor dem Kulminationspunkt tatsächlich wieder einholen«, beschreibt Zahnd die Rennsituation. Doch auch Dietsch schlief nicht und überholte den Stöckli-Teamfahrer an einer der raren Stellen in der Abfahrt zum Ziel in Grimentz wieder. »Wir haben uns nichts geschenkt. Dabei fuhr natürlich auch der Respekt vor meinem erst kürzlich verheilten Schlüsselbeinbruch mit, den ich mir bei einem Trainingssturz im Vorfeld der Marathon-Schweizermeisterschaften Ende Mai zugezogen hatte«, resümierte Zahnd, der das Ziel schließlich hinter dem Franzosen erreichte. »Am Schluss ging es mir nur noch um den Podestplatz. Dieser dritte Rang kommt genau zum richtigen Zeitpunkt und ist sehr wichtig für mich. Es ist mein bisher wertvollstes Resultat«, freute sich Zahnd, der nun hochmotiviert dem Nationalpark Bike Marathon am kommenden Samstag in Scuol entgegen blickt. Mit 138 km ein vergleichbarer, wenn auch nicht ganz so höhenmeterreicher »Brocken« wie der Grand Raid und zugleich die längste Prüfung innerhalb der Marathon-Rennserie iXS classic, die im Engadin in die entscheidende Phase geht. Der Streckenverlängerung konnte Zahnd jedoch nicht viel Positives abgewinnen. |
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(Quelle: Martin Platter) |
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