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09.10.2009 | 12:08 h

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Erhard Goller

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Marathon

 

Paulissen gewinnt Roc-Marathon vor Lakata und Käß

Marathon-Weltmeister Roel Paulissen hat auf der 83-km-Strecke beim Roc d'Azur einen Solosieg errungen. Zweiter wurde Alban Lakata vor Jochen Käß. Ivonne Kraft auf Rang zwei hinter Marielle Saner.

Weltmeister Roel Paulissen
© Armin M. Küstenbrück

Jochen Käß aus Weil im Schönbuch gelang beim Marathon-Rennen im Rahmen des Festivals Roc d’Azur in Fréjus (Frankreich) hinter dem Belgier Roel Paulissen und dem Österreicher Alban Lakata als Dritter der Sprung aufs Podest. Bei den Damen wurde Ivonne Kraft nach einem Kettenriss Zweite hinter der Schweizerin Marielle Saner.

Fünfergruppe in der ersten Stunde

In der ersten Stunde des Rennens über 83 Kilometer bildete sich eine fünfköpfige Spitzengruppe, zu der neben der späteren Podestbesetzung auch noch der Schweizer Martin Gujan und dessen Landsmann Andreas Kugler gehörten. Gujan hatte sich aber nur seinem Teamkameraden Roel Paulissen zur Verfügung gestellt und stieg nach einer Stunde aus.

Positionskämpfe nach Paulissens Flucht

Paulissen setzte sich an einem Asphaltanstieg ab. Kugler konnte das Tempo der Verfolger irgendwann nicht mehr mitgehen. Dann machte sich Jochen Käß alleine auf die Verfolgung und holte sich einen deutlichen Vorsprung auf Lakata heraus, ehe sich ein Ast in seinem Schaltwerk verklemmte. »Schade, da ist der ganze Vorsprung weg gewesen«, erzählte Käß. Marathon-Vizeweltmeister Lakata schloss wieder auf, und von hinten kam der Schweizer Lukas Buchli heran und setzte sich alleine an die zweite Position. Buchli bekam aber Krämpfe und musste Lakata vorbeiziehen lassen. Käß schaffte in der Schlussphase auch noch den Anschluss an Buchli und erwies sich im Finish, ebenfalls von Krämpfen geplagt, als der Stärkere.

Schaulaufen der 2010-er Prototypen

Paulissen beendete seinen Soloritt nach 3:35:53 Stunden mit 1:51 Minuten Vorsprung auf Lakata und wiederholte damit seinen Vorjahressieg. »Ich habe mich für das Hardtail entschieden, aber in einigen Passagen war das ganz schön schwierig. Ich musste die Entscheidung am Berg suchen, aber da habe ich mich auch sehr gut gefühlt«, meinte Paulissen nach seinem Sieg.

Lakata sprach davon, dass er seinen eigenen Rhythmus gesucht habe, nachdem ihm das Tempo des Belgiers zu hoch war. »Das Setup von meinen Prototyp hat auch noch nicht ganz so gestimmt, aber ich bin ganz zufrieden«, meinte Lakata, der bekannte, »nicht mehr ganz die Form« von der WM zu haben. Wie Cannondale-Biker Paulissen testete auch der Rotwild-Pilot einen 2010er-Prototypen.

Käß Dritter, Böhme Neunter

Jochen Käß, der mit dem Fully unterwegs war, kam gemeinsam mit Lukas Buchli auf die Zielgerade, ließ sich aber den dritten Rang nicht nehmen. »Das war insgeheim mein Ziel, und das hat geklappt. Durch die zweimonatige Pause habe ich immer noch Lust auf Rennen. Am Sonntag versuche ich noch einmal aufs Podium zu fahren«, sagte Käß.

Als zweitbester Deutscher erreichte Tim Böhme (Freiburg) als Neunter, direkt vor Ex-Weltmeister Christoph Sauser (Schweiz), das Ziel.

(Quelle: Armin Küstenbrück – live aus Frejus)

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