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29.06.2011 | 10:34 h

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Marathon

 

Marathon-WM Montebelluna: Bulls-Profi in der Weltspitze

Tim Böhme rast mit sensationeller Leistung bei der Weltmeisterschaft auf Rang vier

© Sportograf

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Die Marathon-Weltmeisterschaft 2011 wurde im italienischen Montebelluna ausgetragen. Der konditionell sehr fordernde Kurs in der Provinz Treviso war nahezu identisch mit dem der mußten 2860 Höhenmeter überwunden werden,Europameisterschaft 2010. Auf 115,7 Kilometer welche auf insgesamt 16 giftige Anstiege verteilt waren. Gepaart mit Temperaturen von deutlich über 30°C und einem vom Start weg sehr hohen Tempo, entwickelte sich das
Rennen zu einem knallharten Ausscheidungsfahren.


Nach dem Start um 10:00 Uhr reihten sich die Italiener sofort an der Spitze des Feldes ein, und sprinteten mit Vollgas aus Montebelluna hinaus. Wenig später waren es die Schweizer, die die schnelle Startphase verlängerten. Die Bulls-Profis Dietsch, Platt und Böhme waren aus den ersten beiden Startreihen ins Rennen gegangen, und hatten, trotz harter Positionskämpfe, keine Mühe sich in der Gruppe zu behaupten.


Ungeachtet des hohen Tempos blieb in der ersten Rennhälfte eine große Spitzengruppe zusammen, die jedoch kontinuierlich kleiner wurde. Von den anfänglich etwa 40 Fahrern `überlebten´ bis zur vierten Verpflegung bei km 56 nur etwa 20 den Kampf um die Fürhung. Keine zehn Kilometer später explodierte die Spitzengruppe förmlich, als Sauser das Tempo forcierte. Kulhavy, Absalon und Böhme waren als einzige in der Lage dem Angriff des
Schweizers zu folgen. Dahinter bildeten sich mehrere kleine Verfolgergruppen, in denen auch Platt und Dietsch zu finden waren. Der Franzose Dietsch hatte an diesem Tage nicht die Beine um bei einer Weltmeisterschaft eine entscheidende Rolle zu spielen, auch Platt
fühlte sich nicht optimal, zudem hatte der Osthofener mit zwei Platten zu kämpfen.


Unterdessen lieferte Böhme in vorderster Front ein grandioses Rennen ab. In einer spannenden zweiten Rennhälfte fuhr er zunächst bis Kilometer 75 gemeinsam mit Sauser, Kulhavy und Absalon in der Spitzengruppe, danach verfolgte er, zusammen mit Absalon und Celestino, das neue Führungsduo Sauser / Kulhavy. Der Doppelolympiasieger Absalon strich bei Kilometer 99 völlig entkräftet die Segel, und so kämpfte Böhme mit Celestino um Bronze.
Auf den letzen zehn Kilometern mußte Böhme den Italiener dann ziehen lassen, doch mit Rang vier erreichte Bulls-Pilot Böhme das wahrscheinlich beste Ergebnis seiner Karriere. Nach EM-Bronze vor zwei Wochen bewies er zudem, daß er endgültig in der Weltspitze angekommen ist.


„Ich bin super happy, das Ergebnis ist der Hammen!! Ich hab mich sehr gut gefühlt und versucht in der ersten Hälfte möglichst viel Kraft zu sparen. Als Sauser das erste mal attackierte konnte ich gut mitgehen. In einer kleinen Spitzengruppe mit solch großen Namen zu fahren, das war schon ein tolles Gefühl und hat mich enorm motiviert.

(Quelle: )

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