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08.10.2010 | 13:40 h |
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Redaktion: Erhard Goller |
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Marathon |
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Jochen Käß brilliert weiter: Sieg beim Roc-Marathon |
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Der frisch gebackene Deutsche Marathon-Meister Jochen Käß eilt von Sieg zu Sieg: Heute hat er den prestigeträchtigen Marathon beim Roc d'Azur gewonnen. |
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Zusammen mit dem dritten Platz von Andi Kugler ergibt das auch erneut ein triumphales Ergebnis für das Multivan Merida Biking Team, das inzwischen auch in der UCI Marathon-Wertung ganz oben steht. Käß ließ in Frankreich sogar Christoph Sauser, den ehemaligen Marathon- und XCO-Weltmeister hinter sich.
----------------------------------- Käß siegt beim Roc-MarathonJochen Käß hat beim Roc d’Azur in Fréjus das Marathon-Rennen gewonnen. Der deutsche Marathon-Meister siegte in Südfrankreich nach 83 Kilometern knapp vor Ex-Weltmeister Christoph Sauser aus der Schweiz und dessen Landsmann Andreas Kugler. Bei den Damen holte sich Sally Bigham aus Großbritannien den Sieg vor Ivonne Kraft aus Gaggenau. Jochen Käß (Bietenhausen) sorgte schon am ersten Berg dafür, dass sich eine dreiköpfige Gruppe absetzen konnte. Während sein Schweizer Teamkollege Ralph Näf in einer engen Passage das Tempo etwas moderat gestaltete, fuhren mit Käß und Kugler zwei seiner Multivan-Merida-Teamkollegen gemeinsam mit dem Italiener Johnny Cattaneo weg und holten sich etwa 25 Sekunden Vorsprung heraus. Christoph Sauser war nach 20 Kilometern in der Lage, die Lücke zu schließen, während Kugler in eine Verfolgergruppe zurückfiel. Das Spitzentrio fuhr gemeinsam über den höchsten Punkt der Strecke, doch danach brach Cattaneo völlig ein. Als Jochen Käß etwa 20 Kilometer vor dem Ziel einen Hinterrad-Defekt erlitt, da schien das Klassement gemacht. Käß holperte mit plattem Reifen die zwei Kilometer bis zur nächsten Technischen Zone, tauschte das Hinterrad und machte sich mit rund einer Minute Rückstand auf die Verfolgung von Sauser. »Ich hätte nicht mehr damit gerechnet, dass ich ihn noch einmal einhole, aber am Strand bin ich bis auf 15 Sekunden herangekommen und habe wieder dran geglaubt«, schildert Käß die Phase nach seinem Malheur. Auf einer flachen Passage auf einem Radweg erreichte er Sauser. Der versuchte ihn im nächsten technischen Stück wieder abzuhängen, doch Käß blieb hartnäckig. Der letzte Kilometer war geprägt von taktischen Spielereien, bei denen der Deutsche schließlich den Joker zog und sich etwa 300 Meter vor dem Ziel durch einen Antritt – fast aus dem Stand heraus – eine 30 Meter große Lücke herausfuhr, die er bis ins Ziel verteidigen konnte. »Roc mal zu gewinnen ist schon was Schönes. Ich war schon so oft hier, aber ganz nach vorne hat es noch nie geklappt. |
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(Quelle: Andi Rottler – Teamchef Multivan-Merida) |
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