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28.03.2010 | 11:00 h

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Karl Groß

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Marathon

 

Großes Finale: Team Bulls triumphiert beim Cape Epic

Auf der achten und letzten Etappe des Cape Epic 2010 von Oak Valley nach Lourensford über eine Distanz von 65 Kilometern mit 1640 Höhenmetern holt sich Multivan-Merida den ersehnten Tagessieg. Die großen Triumphatoren der Cape Epic aber bleiben weiterhin die Bulls-Teamfahrer Karl Platt und Stefan Sahm: Sie sichern sich zum dritten Mal den Gesamtsieg.

Schampus zur Feier eines großen Kapitels MTB-Geschichte
© Ron Gaunt/SPORTZPICS

Etappen-Sieg für Multivan-Merida (Hermida-Van Houts)
© Karin Schermbrucker/SPORTZPICS

Das beste Etappen-Duo der Welt: Karl Platt und Stefan Sahm holen mit dem Cape Epic (wieder) einen der wichtigsten Siege im internationalen MTB-Sport
© Karin Schermbrucker/SPORTZPICS

Der große Moment
© Ron Gaunt/SPORTZPICS

Die Bulls-Piloten ganz »horny«
© Ron Gaunt/SPORTZPICS

Nino Schurter ganz »dirty«
© Michal Cerveny (EGO-Promotion)

Das Bulls-Quartett feiert
© Michal Cerveny (EGO-Promotion)

Die Norgard-Sisters
© Michal Cerveny (EGO-Promotion)

Zielareal
© Michal Cerveny (EGO-Promotion)


© Michal Cerveny (EGO-Promotion)


© Michal Cerveny (EGO-Promotion)


© Michal Cerveny (EGO-Promotion)

Siegerehrung Schlussetappe
© Michal Cerveny (EGO-Promotion)

Gesamtsieger 2010
© Michal Cerveny (EGO-Promotion)

Die Champions
© Michal Cerveny (EGO-Promotion)

Auch auf der letzten Etappe ging es dramatisch zu beim Cape Epic 2010, und schon beim Start herrschte große Hektik. Kaum war die Etappe eröffnet, war das Tempo schon hoch, und die Positionskämpfe begannen. »Das war wieder ein aufregendes Finale. Viele sind da besonders scharf darauf, die letzte Chance auf einen Etappensieg zu nutzen, und dann ist halt Rush-Hour«, weiß Bulls-Pilot Stefan Sahm Sahm aus Erfahrung. Nicht zuletzt waren die Flückiger-Brüder sehr interessiert daran, sich eventuell noch an MTN (Lakata-Evans) vorbei auf den dritten Gesamtrang zu bringen. Das sollte ihnen allerdings nicht gelingen.

Für Stefan Sahm und seinen Bulls-Partner Karl Platt sei das nervöse Gerangel aber – trotz der schönen Last des Gelben Trikots auf den Schultern – kein Problem gewesen, sie konnten sich mühelos in der Spitzengruppe halten bis zum ersten langen Anstieg, in dem die direkten Konkurrenten von Songo-Specialized (Sauser-Stander) etwas zurückstecken mussten, weil Sausers Beine nicht so recht wollten. In der Abfahrt aber das Drama – beinahe gar die Tragödie – des Tages: Sahms Kette gerät zwischen Ritzel und Speichen und ist nachher in sich verbogen. Er kann zwar noch damit fahren, auch bergauf, aber die beiden gehen auf Nummer Sicher, legen einen Boxenstopp von etwa zwei Minuten ein und reparieren den Schaden. Sauser und Stander ziehen dabei an ihnen vorbei, gewinnen aber nur eine halbe Minute.

 

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In der besagten Abfahrt hatte sich zuvor schon Merida 2, Jose Hermida und Rudi van Houts, absetzen können jagte einem ungefährdeten Etappensieg entgegen. Sie ließen dabei die bravourös auftretenden jungen Rabobank-Giant-Fahrer Lindgren und Giger zurück, die an diesem Tag eine ganz ähnliche Panne wie das Leader-Team Bulls hatten: An Lindgrens Bike riss die Kette. Er musste zurücklaufen, um sie aufsammeln, reparierte sie notdürftig und fuhr dann zusammen mit Giger – mit fliegenden Beinen, aber mit einem mulmigen Gefühl im Magen – doch den zweiten Platz heraus. Dahinter kamen Songo-Specialized (Sauser-Stander) ins Ziel, die keine Chance mehr hatten, den im Gesamtranking fast elfminütigen Vorsprung des – heute viertplatzierten – Teams Bulls noch gefährlich zu dezimieren.

Keine Minute hinter den Erzkonkurrenten fuhren Platt und Sahm die letzten fünf Kilometer auf der breiten Schotterstraße entlang, auf der dann der anfangs murmelnde Lärm aus dem Zielareal zu einem brausenden Tosen anschwoll.

(Quelle: ---)

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