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28.10.2010 | 15:31 h

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Marathon

 

Croco-Trophy Finale: Huber zum zweiten Mal die Nr. 1

Mit dem Triumph im Schlusszeitfahren sicherte sich Leader Urs Huber definitiv den zweiten Gesamtsieg an der Crocodile Trophy im australischen Bundesstaat Queensland.

Urs Huber ist wieder die Nummer eins
© Regina Stanger

 

Huber verwies seinen härtesten Konkurrenten, den früheren Olympiasieger und Weltmeister Bart Brentjens, sowohl im Zeitfahren wie im Schlussklassement auf den zweiten Platz und beendete das Mountainbike-Zehnetappenrennen mit über fünf Minuten Vorsprung

Hoffen und Bangen

Es war ein Hoffen und Bangen bei Urs Huber. Als Titelverteidiger war er vor zwei Wochen nach Cairns geflogen, um die Crocodile Trophy erneut als Sieger zu beenden. Aus den Erfahrungen, die er bei seiner ersten Teilnahme im Vorjahr erlangt hatte, wusste er aber, dass bei einer Distanz von 1118 Kilometern, über weite Strecken mitten durch die unwirtliche Wildnis des Outbacks, bei mörderischen Tagestemperaturen von über 40 Grad sehr viel passieren kann. Fehlleitungen, Defekte bei den Verpflegungsfahrzeugen, Todesfälle: das Unvorhersehbare musste nicht mal einem selber geschehen, wie auch die diesjährige Austragung gezeigt hat.

Der 25-Jährige Aargauer hatte das Glück aber auch diesmal auf seiner Seite. Sein Zeitpolster, das er sich bereits mit dem Sieg an der ersten Etappe angelegt hatte, konnte er souverän und pannenfrei verteidigen. Zwar unterlag er auch diesmal seinem ärgsten Konkurrenten Bart Brentjens regelmäßig, wenn die beiden um den Sieg sprinteten. Doch diesmal war die Besetzung der außergewöhnlichen Ausdauerprüfung wesentlich prominenter als im Vorjahr, als sich Huber und Brentjens die Etappensiege im Verhältnis 2:6 aufteilten. Huber konnte die Relation auf 2:3 Siege verbessern.

Gegenseitiges Belauern

Bedingt durch den großen Zeitvorsprung des Duos von über 30 Minuten auf den drittplatzierten Belgier Mike Mulkens und sogar mehr als eine Stunde auf den viertplatzierten Allan Oras, immerhin der Bikemarathon-Europameister von 2009, führte zu einem Rennverlauf, wie er zuweilen auch an der Tour de France und anderen Etappenrennen festzustellen ist. Während sich die beiden Hauptfavoriten gegenseitig belauerten, ließ man die Mutigen bei ihren Fluchtversuchen gewähren. Unter ihnen übrigens auch der frühere Tour-de-France-Etappensieger Jaan Kirsipuu, der das vierte Teilstück für sich entschied.

Huber fuhr ein kluges Rennen und hatte wieder das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. Er ließ sich nicht aus dem Konzept bringen, als er ausgerechnet in der vorletzten Etappe eine Krise erlitt und »Brentjens stellenweise so weit ziehen lassen musste, wie noch nie«, wie Huber beschreibt. Zum Abschluss der Zehnetappenfahrt schaffte er es sogar, ein Ausrufezeichen zu setzen. Erstmals endete die Crocodile Trophy mit einem Zeitfahren, das Huber souverän vor Brentjens gewann. Einen schöneren Saisonabschluss hätte sich der Stöckli-Teamfahrer nicht vorstellen können.

Schlussklassement:

 

 

  1. Urs Huber (SUI) 32:04:40
  2. Bart Brentjens (NED) 5:17
  3. Mike Mulkens (BEL) 40:33
  4. Allan Oras (EST) 1:11:17
  5. Cory Wallace (Ka) 1:30:58
  6. Christoph Tschellnig (AUT) 2:10:13
  7. Jaan Kirsipuu (EST) 2:12:14
  8. Christof Mariën (BEL) 2:45:27
  9. Taigh Banson (AUS) 2:50:35
  10. Philipp Ludescher (AUT) 3:04:17

Weitere Informationen:

(Quelle: PM Velomedia.ch –  Martin Platter)

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