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08.06.2009 | 18:00 h

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Marathon

 

Adelheid Morath gewinnt die Marathon-DM in Garmisch

+++ UPDATE FOTOS +++ Adelheid Morath hat die Deutsche MTB Marathon-Meisterschaft 2009 in Garmisch Partenkirchen vor Barbara Kaltenhauser und Ivonne Kraft gewonnen. Die Führende Birgit Söllner wurde noch vor der Zieldurchfahrt disqualifiziert.

Podium Damen: Adelheid Morath ist Deutsche Mountainbike Marathon-Meisterin 2009
© Armin M. Küstenbrück

Start der Frauen
© Armin M. Küstenbrück

Verdächtige Nähe: Ein Teamkollege vor Söllner
© Armin M. Küstenbrück

Adelheid Morath ärgerte sich sehr über Söllner ...
© Armin M. Küstenbrück

... und macht hier ihrem Ärger mal richtig Luft
© Armin M. Küstenbrück

Nochmals Söllner mit vorausfahrendem Teamkollegen, der sich nach ihr umsieht ...
© Armin M. Küstenbrück

Morath kommt bei strömendem Regen ins Ziel ...
© Armin M. Küstenbrück

... und kann sich über ihren Erfolg nicht recht freuen
© Armin M. Küstenbrück

Überraschungszweite: Stevens-Fahrerin Falkenhauser
© Armin M. Küstenbrück

DM-Podium: Schwing, Falkenhauser, Morath, Kraft, Wrobel
© Armin M. Küstenbrück

Der Damen-Titel bei der Marathon-DM wurde durch einen Jury-Entscheid vergeben. Adelheid Morath (Freiburg), die als Favoritin ins Rennen gegangen war, überquerte als Zweite die Ziellinie, wurde aber auf Rang eins gesetzt. Sie gewann die 99 Kilometer in 4:36:44 Stunden mit 5:07 Minuten Vorsprung auf die Überraschungs-Zweite Barbara Kaltenhauser (Gaißach) und 10:49 Minuten vor Ivonne Kraft (Dettenheim).

Windschattenfahrerin: Söllner disqualifiziert

Die frühere Straßenfahrerin Birgit Söllner (Nürnberg) hatte fast während des gesamten Rennes geführt. Allerdings hatte sie sich so offensichtlich über weite Strecken im Windschatten eines männlichen Teamkollegen aufgehalten und von diesem profitiert, dass die Jury – mit Chef-Kommissär Hubert Emans (Niederlande) an der Spitze – Söllner disqualifizierte. »Wir haben Aussagen von Streckenposten, die das bestätigten«, sagte Emans. Sein Assistent Ulf Luik erklärte, dass die Jury zur Erkenntnis gelangt sei, dass sich Birgit Söllner »bewusst einen Vorteil verschafft« hätte. Man hätte es im Mountainbike-Sport mit einer Einzeldisziplin zu tun, und gegenseitige Hilfe sei nicht erlaubt, schon gar nicht Kategorien übergreifend.

Birgit Söllner wehrte sich. »Ich kann die Entscheidung überhaupt nicht nachvollziehen. Das ist doch bei Marathon-Rennen immer so, dass die stärksten Frauen in das Herrenfeld hineinfahren«, sagte Söllner. Allerdings ließen etliche Augenzeugen, Film- und Foto-Aufnahmen den Schluss zu, dass ihr Firebike-Teamkollege Dirk König offensichtlich auf sie wartete und ihr ganz bewusst Windschatten gewährte.

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Erleben Sie den Rennverlauf nochmals nach: Den SKS-Liveticker zu diesem Rennen finden Sie in der Unterrubrik »Liveticker« 

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BDR-Koordinator: »Geplante Hilfe ist nicht erlaubt«

BDR-Mountainbike-Koordinator Georg Schmitz zollte Söllner für ihre sportliche Leistung Anerkennung und betonte, dass der Jury die Entscheidung schwer gefallen sei. »Geplante Hilfe ist nicht erlaubt, und das können wir so nicht durchgehen lassen. Dadurch würden wir die Meisterschaft entwerten. Es tut uns leid, aber es geht nicht anders. Daraus ergibt sich aber auch ein Auftrag an uns, das noch deutlicher zu kommunizieren«, erklärte Schmitz.

Kaum Freude bei Adelheid Morath

So blieb Adelheid Morath ein Meistertitel, über den sie sich nach dem Rennen kaum freuen konnte. »Körperlich habe ich mich sehr gut gefühlt, aber ich habe mich sehr geärgert«, so Morath. Jubeln konnte dagegen Barbara Kaltenhauser. »Damit habe ich nicht gerechnet«, zeigte sie sich verblüfft über ihre Silbermedaille. Nach rund 50 Kilometern distanzierte sie Nina Wrobel (Freiburg), die später einbrach und schließlich auf Rang fünf landete. Ivonne Kraft eroberte die Bronzemedaille, obwohl ihr eigentlich solch steiles Gelände nicht besonders liegt.

(Quelle: )

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