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29.09.2008 | 17:07 h

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Redaktion:

Erhard Goller

 
 
 

Marathon

 

DM Marathon: Platt und Brandau holen die Titel

Karl Platt und Elisabeth Brandau haben in Singen die Deutsche Meisterschaft Mountainbike-Marathon gewonnen. Stefan Sahm sorgte mit Platz zwei für einen Bulls-Doppelsieg, Hannes Genze wurde Dritter. Zweite bei den Frauen war Adelheid Morath, Dritte Anja Gradl.

Endlich: Karl Platt kennt den Geschmack des Goldes
© Armin M. Küstenbrück

Siegertrio in Singen v.l.: Sahm (2.) - PLatt (1.) - Genze (3.)
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Damen v.l.: Morath (2.) - Brandau (1.) - Gradl (3.)
© Armin M. Küstenbrück

Deutsche Meister 2008 (v.l.): Max Friedrich, Elisabeth Brandau, Karl Platt, Sigi Tröndle
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Marathon-DM: Start in Singen
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Morath und Gradl im Nebel
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Platt führt das Feld an
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Brandaus Begleitung war nicht gern gesehen
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Olympiasiegerin Spitz stieg aus
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Brandau im Ziel, sie wies die Vorwürfe zurück
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Karl Platt feiert seinen hochverdienten Sieg
© Armin M. Küstenbrück


Karl Platt hatte zehn Minuten nach seiner Attacke bereits einen Vorsprung von 40 Sekunden und baute ihn auf über eine Minute aus. „Ich war unheimlich konzentiert und habe speziell auf den Flachstücken Tempo gemacht. Ich wusste, da habe ich Vorteile“, so Platt, der bekannte, dass er „irgendwann mal schlechte Beine“ gehabt habe. Als erfahrener Marathon-Biker ließ er sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen. „Endlich hat es geklappt“, sagte Karl Platt noch einmal und es mischte sich auch eine Spur Erleichterung in seine Freude. Stefan Sahm, mit dem Platt schon mehrere Etappen-Rennen für Zweier-Teams, wie die Trans-Alp-Challenge und die Trans-Germany, gewonnen hat, war über Silber glücklich. „Ich gönne es Karl von Herzen. Die Silbermedaille heute, kann ich mehr feiern, als 2006, als ich schon mal Zweiter war“, erklärte Stefan Sahm.

Moraths Angriff endet mit Sturz

Das Rennen der Damen war geprägt von einem forschen Angriff Elisabeth Brandaus. Die 22-Jährige aus Schönaich, die erst in diesem Jahr vom Straßenrad aufs Mountainbike gewechselt hat, lag bereits nach zehn Kilometern mit 40 Sekunden Vorsprung in Front. Dazu nutzte Brandau eine kleine Gruppe von männlichen Hobbyfahrern, in der sich auch ein Teamkollege von ihr befand.
»Ich dachte, ich fahr da mal deren Tempo mit und habe mich gewundert, dass keine der Damen mitgegangen ist«, schilderte Brandau diese Situation, die sich als entscheidend herausstellen sollte. Denn Brandau profitierte vom Windschatten der Männer, während Olympiasiegerin Sabine Spitz (Murg-Niederhof) sich alleine auf der Verfolgung befand. Ihr Rückstand wuchs nach 30 Kilometern auf 1:15 Minuten an, weitere 15 Kilometer später stieg Spitz aus. »Ich empfand das unfair und konnte mich unter diesen Umständen einfach nicht mehr motivieren. Wir Frauen brauchen bei einer Meisterschaft einfach einen zeitlich abgesetzten Start«, erklärte Spitz.
Brandau wies die Vorwürfe später zurück. Sie hätte das nicht beeinflussen können und nachdem man ihr gesagt hatte, dass es ein Problem sei, hätte sie immer Abstand gelassen. »Ich finde es schade, dass Sabine so was sagt. Ich weiß, wie man faire Rennen fährt und ein unfairer Sieg wäre für mich auch nichts wert«, kommentierte Brandau das Geschehen. So richtig aufzulösen waren diese unerfreulichen Begleiterscheinung einer ansonsten stimmungsvollen und schönen Marathon-DM nicht.
Der Teamkollege von Brandau fuhr indes im letzten Renndrittel von Brandau weg, während sie völlig ausgepowert an Krämpfen litt. Derweil kam Adelheid Morath von hinten immer näher. Die 24-Jährige aus Freiburg verringerte ihren Rückstand von ursprünglich sechs Minuten auf nur noch 30 Sekunden.

(Quelle: )

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