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24.08.2011 | 11:19 h

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Marathon

 

Team Bikeplanet bei der Vaude MountainBike Trans Schwarzwald

Unsere Rennbilanz: Kathrin Gräber fährt auf Platz 2 (6. Gesamt), Marco Baumann auf 24 (50. Gesamt) und Thomas Hebestreit auf 27 (70. Gesamt) ...

Kathrin Gräber ...

Marco Baumann ...

... und bikesport-Mitarbeiter Thomas Hebestreit stellten sich den Strapazen der VAUDE MountainBIKE Transschwarzwald. © Alle Bilder Fons Moors

Kathrin berichtet:

Auch wenn der Hochsommer in diesem Jahr etwas auf sich warten ließ, pünklich zur Trans Schwarzwald war er da und es folgten fünf heiße, harte, schnelle und sehr erfolgreiche Renntage.

Zugegeben, so ganz lagen mir die Strecken bei der VMTS in diesem Jahr aufgrund der wenigen Höhenmeter und den viel zu kurzen Anstiegen nicht, dennoch hat dieses Rennen mal wieder richtig Spaß gemacht, weil wieder alles dabei war: schöne Singletrails, Vollgas-Schotter-Strecken, steile Anstiege, knifflige Abfahrten, wunderschöne Ausblicke in den Schwarzwald und die sehnlichst erwarteten 30°C. Die ersten drei Tage fuhr ich zwar ganz gut mit im Feld, aber gefühlt doch immer etwas hinterher. Das ich dann die vierte und längste Etappe nicht mit einem 200er-Puls begann, zahlte sich ab Kilometer 60 aus, wo endlich auch die „Nur-Windschattenfahrenden-Einzel-Männer“ dem Tempo am Berg nicht mehr mithalten konnten. Die Chancen noch auf den 2. Platz meiner Altersklasse (6. Platz in der Gesamtwertung) vorzufahren zeichneten sich nach dem 4. Tag deutlich ab und so kam mir das Profil am 5. Renntag mit etwas längeren Anstiegen hinauf zum Feldberg sehr entgegen. So hätte es weiter gehen können, doch am Feldberg war die VMTS leider schon vorbei und das, man mag es kaum glauben, bei immer noch hochsommerlichen Wetterbedingungen. Danke an dieser Stelle an alle Sponsoren für die Unterstützung und an FXXCycles.com für das Unterstellen meines Rades nach dem 2. Etappentag.

 

Marco zieht Bilanz:

Am Dienstag ging es für mich, meine beiden Teamkollegen Kathrin Gräber, Thomas Hebestreit und meinen Vater auf nach Pforzheim, wo am nächsten Tag die Vaude Trans Schwarzwald starten sollte. Das Rennen war wieder einmal super besetzt und so waren auch ziemlich viele Profis am Start (größtenteils in meiner Kategorie Herren Einzelstarter). Der Tag wurde mit Akkreditierung und lockerem Rollen verbracht. Ebenso wurden unsere Rennmaschinen nochmals perfekt auf die harten Tage vorbereitet. Thomas stand derweil fünf Stunden auf der A9 im Stau.

 

Mittwochmorgen war die Anspannung dann doch etwas größer als bei einem „normalen“ Eintagesrennen. Wie wird die Form sein? Kann ich meine Erwartungen erfüllen? Machen die Beine wirklich 5 Tage Vollgas mit?

Dann kam der Startschuss und alle Fragen waren wie weggeblasen. Dafür kam das Laktat sehr schnell in die Beine. Es ging sofort mit Anschlag los. 82,5 km und 1800 hm waren heute zu bewältigen. Das alles im schwarzwaldtypischen Sägezahnprofil. Ziemlich schnell bildeten sich an den ersten steilen Rampen die einzelnen Gruppen. Ich schloss mich dann einer sehr starken Gruppe um die zweitplatzierte Dame Milena Landtwing an. In der Gruppe waren auch andere bekannte Fahrer wie Lukas Kubis und Andre Ohndorf vertreten. Die Gruppe funktionierte hervorragend und erst im etwas schlammigen Singletrail 5 km vor dem Ziel zerfiel die Gruppe.

Ich konnte mich an den schnellsten Fahrern festbeißen und wir zogen das Tempo nochmals an als es den letzten Kilometer berghoch nach Freudenstadt auf den größten Marktplatz Europas ging. Ich konnte mich hier leicht von meinen Konkurrenten absetzen und somit einen hervorragenden 46. Platz in der Gesamtwertung einfahren. Das bedeutete in meiner Altersklasse sogar Platz 19.

Wie bereits am ersten Tag, versprach auch der zweite Tag wieder eine Hitzeschlacht zu werden. Im Vorhinein stellten wir uns auf eine eher kurze und leichtere Etappe ein (66km mit 1600 hm). Aufgrund meines Top 50 Ergebnisses von gestern durfte ich heute wieder aus Block A starten.

Das garantierte schon einmal einen brutal schnellen Start. Es fand sich wieder eine gute Gruppe zusammen und wir kamen sehr schnell voran. Ca.20 Kilometer vor dem Ziel musste ich jedoch der Hitze und meiner Hetzjagd vom gestrigen Tag etwas Tribut zollen und das Tempo etwas reduzieren. Vor allem mit den hohen Temperaturen hatte ich jeden Tag zu kämpfen (wobei ich damit bestimmt nicht alleine war). Nach kurzer Schwächephase konnte ich dank eines weiteren Gels nochmals einige Reserven mobilisieren und meinen Platz unter den Top 50 erfolgreich verteidigen.

Der dritte Tag sollte dann auch von den Daten her wieder schwerer werden. Es galt 88 km und 2000 hm zu bewältigen. Direkt vom Start weg ging es in einen steilen und schmalen Anstieg. Aufgrund meiner guten Startposition konnte ich hier einem Stau aus dem Weg gehen. Heute galt es nicht allzu viele Körner auf der Strecke zu lassen, da am morgigen Tag die Königsetappe auf dem Programm stehen wird. Deshalb ließ ich einige Kontrahenten an den ersten zwei längeren Anstiegen ziehen. Nach einigen kürzeren Wellen kam ein längeres Flachstück in Richtung Donaueschingen. Wieder hatte ich das Glück in einer größeren und starken Gruppe fahren zu können und mich so im Windschatten etwas erholen zu können. Spätestens auf den letzten 10 km war dann aber auch bei mir wieder Anschlag angesagt. Es ging im ständigen Wechsel steile Singletrails berghoch und bergab. Ich konnte meine gute Platzierung zwar in etwa verteidigen aber langsam merke ich die Strapazen der letzten Tage deutlich. Vor allem die Hitze ist wirklich brutal.

Tag vier der Trans Schwarzwald, das heißt Königsetappe über unglaubliche 120 km. Leider gab es „nur“ 1800 hm zu bewältigen. Rennen mit solchen Profilen wie hier im Schwarzwald sind eigentlich nicht meine Lieblingsrennen, aber irgendwie macht’s doch jeden Tag auf’s neue richtig viel Spaß. Heute jedoch war der Spaß ziemlich getrübt. Nach einer erneut harten Startphase hatten sich endlich die Gruppen des Tages gebildet. Auch ich hatte mit meinem Teamchef eine gute Gruppe. Bei Kilometer 40 stand dann urplötzlich das gesamte Fahrerfeld hinter dem Führungsfahrzeug im Wald! Angeblich waren wir alle falsch gefahren und es musste nun nach einem Weg zurück auf den Track gesucht werden. Diese Neutralisierung nutzten natürlich wieder einige Fahrer um sich nach vorne zu schieben, was verständlicherweise auf großen Protest stieß.

Nach 20 Minuten „Pause“ ging dann der Kampf um die Platzierungen und Gruppen wieder von vorne los. Kaum hatte sich das Feld in die Länge gezogen und sich in kleine Gruppen aufgeteilt, standen wir schon wieder alle an einer super engen Brücke. Wieder konnten sich einige unsportliche Kontrahenten einen Vorteil verschaffen. Kurz nach dem zweiten Stop an diesem Tag fuhren wir dann auf die zweite Verpflegung zu. Durch den Stau war das Feld natürlich fast komplett geschlossen unterwegs. Dadurch war es etwas chaotisch an eine Flasche zu gelangen.

Aber die Mädls und Jungs vom Orga-Team haben die Situation gut gelöst und ich kam zum Glück an zwei Flaschen. Von diesem Punkt an ging es wieder mit Vollgas weiter. Es hatten sich zwischenzeitlich wieder Gruppen gebildet und ich fühlte mich eigentlich ganz gut. Dann stürzte allerdings ein belgischer Fahrer vor mir in einer schnellen Schotterabfahrt und ich konnte nicht mehr ausweichen. Wir blieben zwar bis auf Abschürfungen und einige Prellungen unverletzt, die Gruppe war aber weg. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei Sven Maier vom Team Soq und einem Fahrer vom Team CMTB bedanken, welche sofort stehen geblieben sind und uns geholfen haben! Die letzten 30 Kilometer bis ins Ziel musste ich dann fast komplett alleine zurück legen. Erst gegen Ende konnte ich das Team Best-Bike-Parts/Progress um Lukas Kubis einholen. In dem ständigen auf und ab war das aber auch keine allzu große Hilfe. Völlig erschöpft kam ich dann nach knapp 5 Std. Renndauer (Fahrzeit 4 Std. 30 Min.) ins Ziel.

Am letzten Tag standen nochmals 62 km und 2000hm auf dem Plan. Es ging in Richtung Feldberg eigentlich fast nur bergauf. Eine Etappe die schon eher nach meinem Geschmack verläuft! Ich startete wieder ziemlich schnell und befand mich in einer sehr schnellen Gruppe. Nach der ersten knappen Rennstunde musste ich allerdings etwas an Tempo herausnehmen und ließ die Gruppe ziehen. In einem eher flacheren Streckenabschnitt holte mich dann eine größere Gruppe ein. Zwischenzeitlich konnte ich mich auch wieder etwas erholen und so konnte ich gut mit der Gruppe mitfahren. Die letzten Kilometer waren dann wie geschaffen für mich. Es ging konstant

500 Höhenmeter in Richtung Ziel. Ich setzte mich mit einigen anderen Fahrern von der großen Gruppe bereits in den ersten Metern des Schlussanstieges ab. Es wurde ein sehr hohes Tempo angeschlagen und meine Beine fühlten sich noch richtig gut an. Die letzten Meter zum höchsten Punkt waren dann auf einer brutal steilen Wiese zu absolvieren. Völlig verausgabt musste ich dann bei einem kurzen Trailabschnitt einen Kilometer vor dem Ziel nochmals unfreiwillig über den Lenker absteigen.

Doch dann war es geschafft: Finisher bei der Trans Schwarzwald 2011. Am Ende stand ein Platz 50 Gesamt und ein 24. Platz in meiner Altersklasse zu Buche. Damit bin ich in Anbetracht des starken Feldes wirklich sehr zufrieden!

Glückwunsch auch an meinen Teamchef Thomas Hebstreit der trotz fehlender Trainingseinheiten einen super Platz unter den Top 70 Gesamt herausfahren konnte. Und Kathrin wäre nicht Kathrin, wenn wir sie nicht auf dem Podium bewundern könnten. Sie wurde in Ihrer Altersklasse starke zweite vor Alexa Hüni vom Team Centurion Vaude (Gesamt Damen Platz 6).

Herzlichen Dank auf noch an meinen Vater für die optimale Betreuung vor und nach den Etappen! Ohne Ihn wären diese Leistungen bestimmt nicht möglich gewesen! Ebenso möchte ich mich bei allen Sponsoren bedanken. Ohne das tolle Material wäre so ein Unterfangen bestimmt nicht möglich gewesen! Danke für das in mich gebrachte Vertrauen!

Jetzt werde ich mich erst einmal etwas von den Strapazen erholen und hoffe dann im September die gute Spätform nochmals bei dem einen oder anderen Rennen zeigen zu können

(Quelle: )

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