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05.10.09 | 13:50 h

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Karl Groß

 
 
 

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Mountainbiker siegen beim Skyrun in Düsseldorf

Siebeneinhalb Minuten pure Schmerzen, verteilt auf 960 Stufen: Der zweifache Deutsche MTB-Masters-Meister Max Friedrich und sein Partner Ralph Kröger erstürmten wieder siegreich den Düsseldorfer Fernsehturm.

Max Friedrich kämpft sich die Stufen hoch
© Sportograf.de

In voller Montur 960 Stufen hinauf
© Sportograf.de

Das Siegerteam: Max Friedrich und Ralph Kröger
© Sportograf.de

Max Friedrich im Bike-Outfit
© Privat

 

Hier der Bericht des hauptberuflichen Feuerwehrmanns Max Friedrich, der amtierender Deutscher MTB-Masters-Meister im Marathon und im Cross-Country ist, über ein außergewöhnliches Rennen:

Am Samstag stand mal wieder der lang ersehnte Firefighter Skyrun auf den Düsseldorfer Fernsehturm auf dem Programm. Hier hatte ich letztes Jahr schon mit Ralph Kröger (Team Rose Red Bull) gewinnen können. Die MTB-Allianz konnt also auch in diesem Jahr wieder gebildet werden.

Zuerst stieg der Adrenalinspiegel ...

640 Feuerwehrmänner und -frauen aus aller Welt liefen in voller Einsatzkleidung (Einsatzhose, Einsatzjacke, Stiefel, Helm, Handschuhe und Atemschutzgerät) – einem Zusatzgewicht von rund 25 Kilo – den 240 Meter hohen Rheinturm hinauf. Die Düsseldorfer hatten schon Freitag eine Top-Zeit mit 7:48min vorgelegt, die genau unserer Siegerzeit von letztem Jahr entsprach. Unser Anspruch, hier zu gewinnen, trieb meinen Adrenalinspiegel derart in die Höhe, wie ich ihn noch nie gespürt hatte. Den Weg zum Start durch einen schmalen Gang nahm ich nur noch schemenhaft wahr. Ich hatte das Gefühl, gleich zu kollabieren, wenn wir nicht sofort loslaufen würden.

Bewährte Technik

Glücklicherweise konnten wir sofort in den Turm und hatten auch niemanden vor uns, der im Weg war. Es war wieder ein Kampf über die gesamte Distanz. Die Doppelstufentechnik mit Links-rechts-Hochziehen am Treppengeländer bewährte sich wieder. Ich fiel zwischendurch einen Treppenabsatz zurück, konnte mich aber wieder an Ralph herankämpfen. Wie eine Erlösung hörte ich ihn dann »Sieben Minuten« rufen – die Schreie aus der obersten Etage wurden immer lauter. Wir gaben alles, was noch an Kraft übrig blieb.

»Wir blieben wie tot liegen ...«

Nach dem Scan im Ziel sanken wir sofort zusammen und blieben wie tot liegen. Die Uhr blieb bei 7:29min stehen. Wow! - Wieder mal geschafft, und ich hatte mir vorher fast in die Hosen gemacht. Das war echt der Wahnsinn! Volle Power in so einer kurzen Zeit abzurufen, gehört für uns als Marathon- bzw. Crosscountry-Fahrer ja nicht gerade zu unseren Stärken.

Vielleicht können wir ja von Kelkheim nächstes Jahr ein paar Mannschaften stellen. Mit einem guten Mixed- oder Frauen Team könnten wir bestimmt auch die Top-3 erreichen. Für alle anderen Atemschutzgeräteträger ist dies bestimmt eine interessante Erfahrung, und Spaß macht es ja auch. Da die Startplätze schnell voll sind, meldet euch bitte unverbindlich bei mir an, damit ich schon mal Plätze blocken kann.

Der Firefighter Skyrun 2010 wird voraussichtlich Ende September stattfinden.

(Quelle: Max Friedrich)

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