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08.08.2010 | 15:23 h

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Erhard Goller

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Marathon

 

Marathon-WM St. Wendel: Lakata und Süss Weltmeister

Bei den Weltmeisterschaften im MTB-Marathon in St. Wendel sind der Österreicher Alban Lakata und die Schweizerin Esther Süss als Sieger hervorgegangen. Sabine Spitz holte sich nach Defekt noch die Silbermedaille.

Alban Lakata siegt bei der WM in St. Wendel
© Topeak-Ergon/EGO Promotion

Verfolgergruppe im Wald
© Armin M. Küstenbrück

Stander, Näf und Sauser
© Armin M. Küstenbrück

Spitzengruppe mit Dietsch-Fans
© Armin M. Küstenbrück

Spitzengruppe
© Armin M. Küstenbrück

Spitz bei ihrer Aufholjagd
© Armin M. Küstenbrück

Deutsches Trio: Tann, Marx, Sahm
© Armin M. Küstenbrück

Esther Süss: Schweizer Triumph und ...
© Armin M. Küstenbrück

... Urs Huber: Schweizer Enttäuschung
© Armin M. Küstenbrück

Podium Damen: Spitz, Süss, Langvad
© Armin M. Küstenbrück

Podium Herren: Celestino, Lakata, Stander
© Armin M. Küstenbrück

Sabine Spitz hat bei der Marathon-WM in St. Wendel die Silbermedaille gewonnen. Trotz Hinterrad-Defekt musste sich die Olympiasiegerin nur der Schweizerin Esther Süss geschlagen geben. Elisabeth Brandau wurde Vierte, Birgit Söllner landete auf Rang fünf. Bei den Männern war Karl Platt als Siebter bester Deutscher beim Sieg des Österreichers Alban Lakata.

Aufholjagd der Titelverteidigerin

Etwa bei Kilometer 60 gerieten die Medaillenhoffnungen von Sabine Spitz (Murg-Niederhof) in Gefahr. An erster Position einer etwa 20-köpfigen Spitzengruppe fuhr sie in einer Singletrail-Passage, als sie sich am Hinterrad einen Defekt einhandelte. »Dadurch haben alle mitbekommen, dass ich Plattfuß habe«, schilderte Spitz die Situation. Am Ende der Gruppe lag ihre Central-Pro-Teamkollegin Anja Gradl (Kastl). Die 24-Jährige stellte der Deutschen Meisterin ihr Hinterrad zur Verfügung, so dass Spitz das Rennen mit rund eineinhalb Minuten Verspätung wieder aufnehmen konnte.

Esther Süss ungefährdet

Bei ihrer Aufholjagd überholt sie die stark fahrende Elisabeth Brandau (Schönaich) und erreicht später – etwa bei Kilometer 90 – die Dänin Annika Langvad, nachdem die Slowenin Blaza Klemencic per Defekt aus der dreiköpfigen Spitzengruppe zurückgefallen war. Sabine Spitz erweist sich auf den letzten knapp 20 Kilometern als klar stärker, doch die führende Esther Süss kann sie nicht mehr gefährden. Nach 107,93 Kilometer gewinnt Süss in 4:33:46 Stunden zum ersten Mal den Marathon-WM-Titel.

 

Zehnte WM-Medaille für Spitz

Sabine Spitz lässt sich vom heimischen Publikum mit 1:56 Minuten Rückstand als Silbermedaillengewinnerin bejubeln. Es ist ihre vierte WM-Medaille auf der Langdistanz und die insgesamt zehnte WM-Medaille ihrer Karriere. »Ich bin mit der Medaille sehr zufrieden. Was gewesen wäre ohne Defekt, das ist spekulativ. Ich habe mich jedenfalls sehr gut gefühlt, aber ohne die Hilfe von Anja hätte ich wohl keine Medaille gewinnen können«, erklärt Spitz.

Top-Ergebnis der deutschen Damen

Elisabeth Brandau hielt bis ins letzte Renndrittel hinein Kontakt zu einem Medaillenrang. Doch dann schwanden die Kräfte bei der Schönaicherin, und als Spitz von hinten kam, konnte sie nicht mehr lange an deren Hinterrad bleiben. Am Ende wurde sie starke Vierte, allerdings bereits mit 4:57 Minuten Rückstand auf Langvad, die 2:53 Minuten Differenz gegenüber Süss aufwies. Birgit Söllner (Nürnberg) rundete als Fünfte (+7:54) einen formidablen Auftritt der deutschen Damen ab.

Platt kämpferisch auf Platz sieben

Für die deutschen Herren verlief es nicht so glücklich. Karl Platt (Osthofen) präsentierte sich sehr stark und spielte eine ausgenommen gute Rolle. Nachdem der Pfälzer einmal durch einen taktischen Fehler in einem Singletrail, als er an letzter Position einer 40-köpfigen Gruppe in eine enge Passage hineinfuhr, eine halbe Minute Rückstand kassierte, musste er im Alleingang die Lücke wieder schließen.

(Quelle: )

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