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01.02.09 | 11:35 h

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Redaktion:

Karl Groß

 
 
 

Cyclocross

 

Philipp Walsleben ist U23-Weltmeister im Cyclocross

Philipp Walsleben hat seine Favoritenrolle erfüllt und sich den WM-Titel geholt. Sensationell fährt Christoph Pfingsten auf Rang zwei, und Sascha Weber vervollständigt mit Platz fünf ein für deutsche Verhältnisse phänomenales Ergebnis.

Deutscher Doppelsieg: Walsleben (r.) und Pfingsten
© Armin M. Küstenbrück

Spitze des Feldes, Walsleben vorn
© Armin M. Küstenbrück

Walsleben und Weber
© Armin M. Küstenbrück

Walsleben setzt sich ab
© Armin M. Küstenbrück

Philipp Walsleben triumphiert
© Armin M. Küstenbrück

Podium U23
© Armin M. Küstenbrück

Weltmeister Walsleben mit seiner Medaille
© Armin M. Küstenbrück

Mit Gold und Silber endete für den Bund Deutscher Radfahrer ein denkwürdiges WM-Rennen in Hoogerheide. In der Männer-Nachwuchsklasse U23, wo 56 Fahrer an den Start gingen, holte sich der gebürtige Brandenburger Philipp Walsleben mit einem eindrucksvollen Solo die erhoffte Goldmedaille. 20 Sekunden dahinter sprintete der Berliner Christoph Pfingsten vor Pawel Szczepaniak (Polen) ins Ziel und sicherte dem BDR damit auch die Silbermedaille. Sascha Weber (St. Wendel) komplettierte auf Rang fünf das herausragende Ergebnis der deutschen U23-Crosser. Für den sturzgeplagten Marcel Meisen (Stolberg) blieb am Ende Rang 18, Ole Quast landete auf dem 23. Platz.

Alle Erwartungen übertroffen

»Ich wusste, dass wir eine sehr starke Mannschaft hier am Start haben. Aber das übertrifft alle Erwartungen«, jubelte Bundestrainer Patrick Moster. Nach der vierten von acht Runden hatte sich Walsleben entscheidend aus einer Spitzengruppe absetzen können und fuhr fortan dem Sieg ungefährdet entgegen. »Vor dem Start hatte ich kein sehr gutes Gefühl, aber nach zwei Runden habe ich gemerkt, dass ich heute der Stärkste bin«, sagte Walsleben, der in diesem Winter von Sieg zu Sieg gefahren war.

Walsleben: »Ein perfekter Winter«

Der Wahl-Belgier hatte den U23-Weltcup für sich entschieden und war im November Europameister geworden. Anfang Januar wurde der 21-jährige Profi aus dem belgischen Team BKXP-Powerplus in Strullendorf dann auch Deutscher Meister der Elite. »Mit dem WM-Titel habe ich der Saison die Krone aufgesetzt. Das war ein perfekter Winter«, sagte Philipp Walsleben, der mit Christoph Pfingsten für den zweiten deutschen Doppelsieg bei einer Cross-WM sorgte. 2005 in St. Wendel hatten Hanka Kupfernagel und Sabine Spitz bei den Frauen Gold und Silber gewonnen.

Pfingsten: »Das war mein Kurs«

In St. Wendel hatte auch Christoph Pfingsten mit Bronze im Juniorenrennen eine WM-Medaille gewonnen. Danach zog es ihn auf die Straße. Die Rückkehr ins Gelände hat sich für den 21-jährigen Berliner nun ausgezahlt. »Mein Ziel waren die Top-Ten. Mit Silber habe ich nun wirklich nicht gerechnet«, jubelte Pfingsten, »aber meine Straßenqualitäten kamen mir heute auf dem schnellen Parcours entgegen. Das war mein Kurs.«

Unser kurzer Liverticker:

  • 14:59 Uhr: Es sieht gut aus für den deutschen Favoriten. Walsleben führt zwei Runden vor Schluss mit etwa 15 Sek. vor einer großen Verfolgergruppe, die in der vierten Runde noch 21 Mann stark war. Vorne gut dabei auch Pfingsten und Weber. 
  • 15:15 Uhr: Es ist ein extrem schnelles WM-Rennen, fast wie ein Straßenrennen, bei eiskaltem Ostwind. Aber die Bedingungen sind ganz so, wie sich das Philipp Walsleben erhofft hat. Und wenn sein Material durchhält , dann wird er hier auch gewinnen. Er ist weiterhin an der Spitze.
  • Was für eine Sensation für Deutschland: Walsleben gewinnt, Pfingsten wird im Sprint Zweiter, Weber wird Fünfter!

(Quelle: Armin M. Küstenbrück – live von der WM, BDR-Medienservice)

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