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01.09.2010 | 23:24 h

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Redaktion:

Erhard Goller

 
 
 

Cross-Country

 

Zweite Medaille bei Kanada- WM: Bronze für Helen Grobert

Im zweiten Rennen der Mountainbike-Weltmeisterschaft in Mont Sainte Anne, Kanada hat die deutsche Mannschaft die zweite Medaille gewonnen. Helen Grobert aus Remetschwil wurde hinter der Französin Pauline Ferrand Prevot und der Ukrainierin Yana Belomoyna Dritte.

Helen Grobert
© EGO-Promotion/ Maasewerd

Helen Grobert
© EGO-Promotion/ Kuestenbrueck

Helen Grobert
© EGO-Promotion/ Kuestenbrueck

Helen Grobert
© EGO-Promotion/ Kuestenbrueck

Helen Grobert
© EGO-Promotion/ Maasewerd

Helen Grobert
© EGO-Promotion/ Kuestenbrueck

 

Für Helen Grobert begann das Rennen bei 30 Grad Celsius und hoher Luftfeuchtigkeit denkbar ungünstig. An fünfter Stelle liegend, aber mit Kontakt zu Platz drei, flog sie nach kaum zwei Kilometern an einem Absatz über ihren Lenker. Dabei rutschte das Hinterrad aus der Befestigung und sie musste das Rad erst wieder fixieren, ehe sie an zehnter Stelle das Rennen wieder aufnehmen konnte. »Danach lief es super, aber ich hatte leider wieder einen Sturz, bei dem ich mir den Ellbogen angeschlagen habe«, erzählte sie später.

Die Lindauerin Johanna Techt fuhr auf dem vierten Rang, bis Grobert von hinten auffuhr. Doch die Deutsche Meisterin hatte ihre Probleme mit der Hitze, genau wie die bis zur Hälfte Führende Jolanda Neff aus der Schweiz. Die musste mit einem Kreislaufkollaps aufgeben.

So schlimm traf es Johanna Techt nicht, aber Rang neun mit 7:34 Minuten Rückstand auf Ferrand Prevot (1:20:33 Stunden) entspricht sicher nicht ihrem Leistungsvermögen.

Durch das Ausscheiden von Neff war Grobert plötzlich Dritte. Belomoyna hatte vor ihr Defekt, so dass die Südbaderin sie passieren konnte. Die Ukrainerin jagte mit fünf Sekunden Abstand hinter Grobert her, doch die bekam dann Krämpfe, so dass sie Belomoyna wieder passieren lassen musste.

Die Bronzemedaille geriet noch einmal in Gefahr weil Helen Grobert am vorletzten Anstieg große Probleme bekam und in der folgenden Abfahrt stürzte. Die Chinesin Yue Bai kam direkt an sie heran. »Ich wusste, jetzt muss ich aufs Rad und alles geben. Ich habe gekämpft und es hat gereicht. Ich denke, ich habe noch das Beste draus gemacht«, zeigte sich Grobert erleichtert.

Vermutlich wäre tatsächlich mehr drin gewesen, wenn man sieht, dass sie lange Zeit schneller unterwegs war als die Spitze. Aber im Lager des Bund Deutscher Radfahrer war man froh, dass es mit 1:21 Minuten Rückstand auf Ferrand Prevot und 34 Sekunden hinter Belomoyna zu Bronze reichte.

(Quelle: ---)

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