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13.04.2009 | 18:41 h

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Erhard Goller

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Cross-Country

 

XC Weltcup: Osl und Hermida siegen in Südafrika

Lisi Osl gewinnt sensationell den Weltcup in Südafrika, Teamchefin Spitz wird Elfte. Bei den Herren holt sich José Hermida den Auftaktsieg, Wolfram Kurschat wird Fünfter. Moritz Milatz auf Rang 15, Jochen Käß auf 19.

Elisabeth Osl: Überraschungssiegerin von Pietermaritzburg
©Armin M.Küstenbrück

José Antonio Hermida: 4. Weltcupsieg vor großer Kulisse
©Armin M. Küstenbrück

Herrenpodium von links: Sauser, Absalon, Hermida, Stander, Kurschat
©Armin M. Küstenbrück

Start Herren: Da war noch alles gut, keine 50 Meter später kracht's
©Armin M. Küstenbrück

Außer sich vor Freude: Elisabeth Osl feiert ihren ersten Weltcupsieg
©Armin M. Küstenbrück

Drei Kilometer vor dem Ziel: Wolfram Kurschat hat Nino Schurter überholt und ist auf dem Weg zu Rang fünf.
©Erhard Goller

Damen-Podium in Pietermaritzburg: Fullana, Kalentieva, Osl, Byberg, McConneloug
©Armin M. Küstenbrück

Hermida gewinnt, Kurschat überrascht auf Platz fünf

Wolfram Kurschat aus Neustadt/W. überraschte beim Weltcup-Auftakt in Pietermaritzburg, Südafrika als Fünfter. Der Spanier José Hermida gewann das Rennen vor Olympiasieger Julien Absalon aus Frankreich und dem Südafrikaner Burry Stander.

»Wenn ich vorher gesagt hätte, dass ich das für möglich halte, hätte mir wohl keiner geglaubt. Aber ich wusste, dass das möglich ist.« Wolfram Kurschat feierte in Südafrika als Weltcup-Fünfter seinen bisher größten internationalen Erfolg. Bisher war ein sechster Platz vom Weltcup in Madrid 1999 zu Buche gestanden.

Von Startposition 37 aus gestartet, passierte gleich der »worst case«, wie Kurschat sich ausdrückte. 50 Meter nach dem Start gab es einen Massensturz, bei dem der DM-Dritte des vergangenen Jahres zwar nicht vom Bike musste, doch die Spitzenfahrer waren erst einmal weg. Danach begann sich Kurschat, der eine Woche zuvor das Testrennen auf dem selben 5,3 Kilometer langen Kurs gewonnen hatte, nach vorne zu arbeiten.

In der dritten von sieben Runden hatte er bereits Rang sieben erreicht. Dann holte er den französischen Silbermedaillengewinner von Peking, Jean-Christophe Péraud ein und machte sich auf die Verfolgung der beiden Schweizer Christoph Sauser und Nino Schurter. »Ich habe versucht, mein Tempo zu dosieren, um in der letzten Runde noch einmal zulegen zu können«, erklärte Kurschat.

In der letzten Runde hatte er deshalb noch Reserven. Er holte Weltmeister Sauser und den Olympiadritten Schurter ein. Im Anstieg war er sogar stärker als das Schweizer Duo, doch in der letzten Abfahrt überholte ihn Sauser wieder und distanzierte ihn um fünf Sekunden.

Wolfram Kurschat reckte dennoch die Faust in die Höhe. »Das ist mein größter Erfolg, und ich denke, dieses Jahr ist noch einiges möglich«, sagte der 33-Jährige, nachdem er in 1:56:23 Minuten das Ziel erreicht hatte,

Großes Pech hatte der Freiburger Moritz Milatz. Er war unverschuldet bei dem Sturz vom Bike geflogen und musste das Rennen mit Rückstand auf die Spitze wieder aufnehmen. An 66. Position kam er nach einer Runde durch die Zeitmessung. Von da an fuhr er sich noch bis auf Platz 15 nach vorne. »Heute wären die Top-Ten drin gewesen, schade«, meinte er mit von Schmerz verzerrtem Gesicht. Seinem Teamkollege Jochen Käß (Weil im Schönbuch), der sich in den letzten Tagen vor dem ersten von acht Weltcup-Rennen etwas krank gefühlt hatte, blieb der 19. Platz. »Damit bin ich zufrieden, angesichts der Umstände«, meinte Käß.

Ein weiterer Fahrer aus seinem Multivan-Merida-Team, José Hermida aus Spanien, holte sich den Tagessieg.

(Quelle: )

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