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10.10.2010 | 14:17 h

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Erhard Goller

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Cross-Country

 

Roc d'Azur: Lakata gewinnt XC, Käß & Kurschat im Pech

Marathon-Weltmeister Alban Lakata aus Österreich hat beim MTB-Festival Roc d'Azur in Fréjus das abschließende Cross-Country-Rennen gewonnen. Er siegte in einem Dreiersprint gegen den Südafrikaner Burry Stander und den Schweizer Florian Vogel. Bester Deutscher war Wolfram Kurschat auf Rang zwölf.

Alban Lakata
© Topeak-Ergon

Der Spanier Ivan Alvarez sorgte mit einem hohen Anfangstempo dafür, dass das Feld zersplitterte. So entstand eine vierköpfige Spitzengruppe, der auch Jochen Käß (Bietenhausen) angehörte. Lakata lag etwa 30 Sekunden dahinter auf Rang fünf.

Der Österreicher kam aber immer besser in Tritt, je länger das Rennen dauerte, und zu Beginn des letzten Drittels erreichte Lakata die Spitzengruppe, die zu diesem Zeitpunkt nur noch aus vier Mann bestand.

Zuvor schon hatte aber Jochen Käß seinen Fluchtgefährten »Tschüss« sagen müssen. Nach gut 20 Kilometern handelte er sich wie schon am Freitag einen Hinterrad-Defekt ein. »Schade. Ich musste zwar leiden, um das Tempo mitzugehen, aber ich war dabei. Leider war ich beim Defekt weit von der nächsten Technischen Zone entfernt, so dass ich einen neuen Schlauch reinziehen musste und viel Zeit verloren habe«, erklärte Jochen Käß, der schließlich 29. (+7:48 Minuten) wurde.

An der Spitze musste Alvarenz in einer flachen Strandpassage abreißen lassen. So kam das Trio Lakata, Stander und Vogel in die Zielpassage, und auf dem holprigen Wiesenuntergrund hatte Lakata am meisten Kraft und holte sich den Sieg.

»Unglaublich, jetzt habe ich das auch noch gewonnen. Nach dem Freitagsrennen hätte ich das nicht gedacht, aber heute wusste ich von Anfang an, dass es gut geht. Die Beine waren super«, jubelte Lakata, der das Ziel in 2:22:01 Stunden erreichte.

Ex-Europameister Florian Vogel war mit seiner Leistung sehr zufrieden, auch wenn ihm das Resultat am Ende nicht ganz schmeckte. »Es ging besser als gedacht, nach dem, was ich trainiert habe in den letzten Wochen. Schade, dass ich im Sprint nur Dritter geworden bin. Ich muss aber zugeben, dass ich in der letzten halben Stunde extrem Mühe hatte, und von daher ist es auch okay«, meinte Vogel nach den 56 Kilometern an der Côte d’Azur.

Bester Deutscher wurde Wolfram Kurschat auf Rang zwölf (+3:32). Der Neustädter hatte Pech, als im Gedränge vor dem ersten Singletrail-Anstieg ein Konkurrent sein Bike so touchierte, dass die Kette vom Kettenblatt fiel. Er musste die Kette wieder auflegen und den Anstieg laufen. So startete er jenseits der 50. Position eine Aufholjagd, die ihn nach knapp 20 Kilometern wieder in Reichweite der Spitzengruppe brachte. Doch dann erwischte er mit seinem Hinterrad einen Ast, so dass mehrere Speichen zu Bruch gingen. Erneut verlor er viele Positionen.

Dennoch kämpfte er sich noch einmal in die Nähe der Top-Ten, konnte nach langer Alleinfahrt dann allerdings nicht mehr Paroli bieten als die beiden Schweizer Christoph Sauser und Martin Fanger ihn passierten.

(Quelle: )

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