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25.10.2009 | 17:33 h

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Karl Groß

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Geschosse auf zwei Rädern: Red Bull Road Rage Schweiz

Das zweite Red Bull Road Rage fand am 24. Oktober 2009 in der Schweiz statt. 72 Zweiradritter jagten auf der Passstrasse Rengg nach Entlebuch das goldene Geschoss, das den schnellsten Asphalt-Cowboy auszeichnet.

Red Bull Road Rage in der Schweiz
© Christophe Margot – Red Bull Photofiles

Den Schlussspurt bei Tempo 90 km/h entschied Sebastian Körber (GER) vor Jonas Köhler (IRL). Als bester Schweizer folgte der Burgdorfer Michael Schäfer auf dem dritten Platz.

Samstag auf der Rengg bei Entlebuch ...

Kuhglocken bimmeln, saftig grün dampfen die Wiesen in der Morgensonne, ein Schweinetransporter rollt heran und bleibt im Gewühl stecken: Rennvelos, Mountainbikes und Menschen in bunten Bike-Outfits drängen sich auf dem Passübergang. Der Ausnahmezustand auf der Rengg-Passstrasse hat einen Namen: Red Bull Road Rage.

Völlig anders

72 Zweiradritter sind in die Zentralschweiz gereist, um zwei Fragen zu klären: Wer ist der Schnellste der Schnellsten? Und ist es ein Gümmeler oder ein Downhiller? Sie kommen aus einem halben Dutzend Ländern und aus allen Ecken des Zweiradsports. Downhillbiker, Straßenrennradfahrer, Crosscountry-Spezialisten und sogar ein Bahnsprinter ist dabei. Ihre Kleidung ist so unterschiedlich wie die Vehikel, die sie zu Tal treten. Eines ist allen gemeinsam: Das Rennen, das sie heute fahren, ist völlig anders als alles, was sie sonst mit ihrem Rad anstellen.

99 Sekunden für 2100 Meter

Lieblich schlängelt sich die Kampfbahn bergab: 2100 Meter Asphalt mit zehn Prozent Gefälle, engen und noch engeren Kurven, gekrönt von einer Hochgeschwindigkeitsgeraden. 99 Sekunden braucht Janos Köhler, der Schnellste in den Einzelzeitläufen, 76 km/h im Durchschnitt. »Nur schon hier ohne Gegenverkehr hinunterzufahren, ist das Startgeld wert«, findet Pascal von Holzen aus Gersau, für den das Rennen nach der Qualifikation beendet ist.

Übermacht der Staßenfahrer

Jene 32 Fahrer, die sich in den Einzelzeitläufen für die K.o.-Runde qualifizieren, sind nicht nur mit zum Mitmachen gekommen. Ihr Geschwindigkeitsgen ist vom Wettkampfvirus befallen. Zu viert stürzen sie sich nun die Startrampe hinunter und beschleunigen ihr Rad auf Höchstgeschwindigkeit. In den Serpentinen auf der ersten Streckenhälfte behaupten sich ein paar pedalkräftige Biker gegen die sich immer mehr abzeichnende Übermacht der Straßenrennradler. Diese drehen spätestens im zweiten Abschnitt auf. Jenseits der 80 km/h-Grenze wird die Luft dünn für die kleinen Räder. Die Ersten jedes Laufs erreichen die nächste Runde. Der Sieger des Red Bull Road Rage in Frankreich, der Tour de France erprobte Ex-Profi Frédéric Moncassin, muss nach dem Viertelfinal sein Velo parkieren, ebenso Thomas Schäfer, der Gewinner der deutschen Ausgabe.

Rennräder im großen Gang

Immer wieder ziehen Nebelschwaden über die sonnenbeschienene Rennstrecke. Im Finale erreicht die Stimmung den Siedepunkt. Wie in all seinen Vorläufen liegt der Burgdorfer Michael Schäfer nach den vier engen Kurven vorne, kann sich danach aber nicht gegen die Riesenübersetzungen der Gümmeler durchsetzen.

(Quelle: PM Red Bull)

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