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31.05.2011 | 10:11 h

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Thomas Hartmann wieder auf der Siegerstraße

Deisenhofener Mountainbiker gewinnt nach erfolgreicher Schulteroperation drei Rennen

18 Siege und 13 Podestplätze standen Ende 2010 zu Buche. Dennoch denkt Thomas Hartmann nur sehr ungern an das letzte Sportjahr zurück. Ein unverschuldet schwerer Sturz im Juli hatte u.a. Schlüsselbein- und Rippenbrüche zur Folge. Nach einer intensiven Reha- und Trainingsphase entschädigte sich der Ex-Europameister zwar für die sämtlich entgangenen nationalen und internationalen Meisterschaften in der olympischen Disziplin CrossCountry mit einem sehr erfolgreichen Herbst. Ende November mußte sich der ehemalige Straßenprofi aber operieren lassen: In einem komplizierten Eingriff wurde das Schlüsselbein refrakturiert und mit einer speziellen Hakenplatte ausgestattet. Die versuchte Knochenresynthese zeigte Erfolg. Schon Mitte Februar kam es deshalb zur Metallentfernung und seit Mitte März ist der Diplom-Trainer wieder voll belastbar.

 

Die unentbehrliche Saisonvorbereitung zog Hartmann eisern durch und trainierte vom letzten Rennen bis zur OP extrem intensiv. Danach absolvierte er mit einer speziellen Fixation wochenlang sehr viele Stunden beim einarmigen Ergometertraining oder in der Loipe beim einarmigen Skaten. Sehr ausgewähltes und dosiertes Krafttraining rundete dieses Notprogramm ab. „Ich habe alles getan, was möglich und in ärztlicher Absprache erlaubt war. Jedoch konnte ich mich erst Mitte März voll belasten und erste Einheiten im Gelände fahren. Ein Trainingslager im Süden war ebenfalls nicht möglich und so startete ich mit großen Zweifeln verspätet in die neue Saison.“

 

Die Grundlage von über 30 Jahren Radrennsport und die gänzlich anderen Trainingsreize brachten jedoch eine sehr passable Form und so konnte Hartmann gleich sein erstes CrossCountry-Rennen Mitte April in Schneckenlohe überlegen gewinnen, ebenso einen Marathon am Ostersamstag im oberschwäbischen Veringendorf. Wieder eine Woche später beim Marathon in Weyregg/AUT befand sich Hartmann eigentlich schon klar auf der Siegerstraße, als ein Hinterraddefekt und 7km finale Fahrt auf der Felge ihn auf den dritten Platz zurückfallen ließen. Nur einen Tag später revanchierte sich der bekennende CrossCountry-Spezialist und Fully-Anhänger in Waldkirchen auf einem technisch schwierigen Kurs erneut mit einem klaren Sieg in seiner Spezialdisziplin.

 

Erleichtert blickt der Deisenhofener auf seine gute und stetig ansteigende Formkurve und sogar seine „Bremse im Kopf“  behindert ihn bei technisch schweren Abfahrten kaum noch. Sein erstes großes Saisonziel wird die Europameisterschaft der Master im CrossCountry im slowenischen Kranjska Gora Ende Juni sein. Bis dahin gilt es noch intensiv an der Form zu feilen, sowie mit harter Arbeit im Kraftraum die alten Leistungswerte zu erreichen.

 

Aber auch im sportlichen Umfeld ergab sich ein tiefer Einschnitt. Zur Überraschung der Szene verließ Hartmann den von ihm mitgegründeten MTB-Club München, den er als Vorstand und Multifunktioner in den ersten 15 Monaten seit Gründung mit viel Herzblut auf den Weg brachte.

(Quelle: )

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