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19.07.2011 | 13:04 h

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Ralph Näf: «Bei der WM ist alles möglich!»

Für Ralph Näf – einen der schnellsten Mountainbiker der Welt – sind die grossen Erfolge in dieser Saison ausgeblieben. Grund dafür waren Rückenprobleme, welche der Schweizer nun aber langsam in den Griff bekommt. Im Gespräch erläutert er seine Lage und blickt optimistisch auf die zweite Saisonhälfte.

In der ersten Saisonhälfte blieben deine Ergebnisse hinter den Erwartungen an einen Weltklassefahrer. Gibt es eine Erklärung dafür?
Ich habe ein Problem mit den Bandscheiben. Das hat mich schon im ganzen Saisonaufbau behindert und es ist immer schlimmer geworden. Das war der ausschlaggebende Punkt dafür, dass ich in den Rennen meistens meine Leistung nicht bringen konnte.

 

Hat sich deine Lage unterdessen verbessert?
Ja! Ich habe mich ein wenig geschont im Juni. Nach dem Weltcup in Offenburg habe ich gar eine Operation in Erwägung gezogen. Doch wir haben uns dann entschieden, es wie in den vergangenen Jahren mit Physiotherapie zu versuchen. Ich habe auch eine Verbesserung gespürt, die sich zwar noch nicht in den Resultaten niedergeschlagen hat. Es geht jetzt weiter aufwärts.

 

Die Rückenprobleme haben dich auch die Teilnahme an der Marathon-WM gekostet.
Die Marathon-WM in Italien war eines meiner Saisonziele, und ich habe schweren Herzens darauf verzichtet. Der angestrebte Sieg wäre in meinem Zustand nicht drin gewesen. Und mein Fokus liegt immer noch im Cross-Country. Da möchte ich an der Spitze dabei sein. Wäre ich die Marathon-WM gefahren, dann wäre das für die beiden folgenden Weltcups nicht optimal gewesen. Bei diesen wollte ich unbedingt Punkte holen, damit ich mir eine gute Startposition bewahre.

 

Wie wichtig eine gute Startposition ist, hat man in Windham gesehen, als dich in der Startphase ein Konkurrent abgedrängt hat.
Wenn du aus der zweiten oder dritten Reihe kommst, kann dies schnell passieren. Dadurch musste ich eine Aufholjagd starten, bei der ich ein wenig überzogen habe. Aber ich bin zweimal die fünftbeste Rundenzeit gefahren. Das zeigt, dass ich mich der Weltspitze wieder annähere. Eine Woche vorher beendet ich das Rennen in Mont Sainte Anne auf dem guten Rang 15, obwohl ich direkt vom Höhentraining angereist bin und dieses noch nicht richtig verdaut hatte.

 

Wie sieht der Fahrplan für die zweite Saisonhälfte aus?
Ich bin jetzt im Höhentraining bis zu den Europameisterschaften. Es folgen die Höhepunkte mit zwei Weltcups und der Heim-WM in Champéry. Dort will ich in Topform sein, muss mich aber noch qualifizieren. Auf Position 15 im Weltcup bist du in der Schweiz noch nicht automatisch bei der WM dabei. Wenn ich meine Leistung bringe, sollte dies aber realistisch sein. Und dann ist alles möglich.

 

Team-Infos unter www.team-multivan-merida.com

(Quelle: )

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