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24.12.2009 | 10:07 h

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Erhard Goller

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Hanna Klein: Ein Portrait der Aufsteigerin 2010

Die Zahl der Damen, die sich im Cross-Country-Metier tummeln, ist nicht üppig. Umso mehr freut man sich, wenn eine Talent unter Beweis stellt und Anlass zur Hoffnung gibt, dass es für Sabine Spitz eines Tages eine deutsche Nachfolgerin geben könnte.

Hanna Klein
© Armin M. Küstenbrück

Hanna Klein
© Armin M. Küstenbrück

Hanna Klein
© Armin M. Küstenbrück

Hanna Klein
© Armin M. Küstenbrück

Hanna Klein
© Armin M. Küstenbrück

Saalhausen scheint ein Terrain für solche Momente der Freude zu sein. Schon 2008 hatte dort Silke Schmidt mit Platz drei ihr Potenzial angedeutet. Dieses Jahr tat das Hanna Klein gleich mit einem Sieg. Gewiss war schon zuvor in Offenburg (27.) und in Houffalize (20.) zutage getreten, dass man dieses Jahr eine andere Hanna Klein erleben würde, als in den Jahren zuvor. Doch in einer Siegerpose manifestiert sich eine solche Wandlung eben noch deutlicher.

Talent trifft auf Trainingsarbeit

Talent zu haben, ist nicht immer ein Segen. Man spricht im Zweifelsfall vom »schlampigen Genie« und rechnet hoch, was mit den gegebenen Anlagen alles möglich wäre, wenn ... Hanna Klein besitzt Talent. 2005 belegte sie das als Juniorin eindrucksvoll mit der WM-Silbermedaille in Livigno. Weltmeisterin war damals Tereza Hurikova. Die Tschechin hat nach drei U23-Jahren bereits Top-Ten-Resultate im Weltcup vorzuweisen, Hanna Klein blieb dagegen weit zurück. Und im Team Rothaus-Cube, für das sie seit Mitte 2006 fährt, raufte man sich ein wenig die Haare. In der vergangenen Saison aber hat die 21-Jährige doch ein neues Gesicht gezeigt. Das Frühjahr war beeindruckend: Siebte in Münsingen, 27. in Offenburg, 20. in Houffalize, Sieg in Saalhausen und Platz vier in Heubach, wo sie die Bundesliga-Führung verteidigte. Und in St. Märgen holte sie bei der DM die Bronzemedaille. Dafür hat Hanna Klein die Pünktchen hinter dem »wenn« mit konsequenter Trainingsarbeit beschrieben.

Woher kommt der Sinneswandel?

Im Herbst verbannte Bundestrainer Frank Brückner sie vorerst aus dem Nationalkader. Das Team verpflichtete die ehrgeizige und zielorientierte Barbara Benko aus Ungarn. Sie war eine kleine Motivationshilfe und liegt überdies mit Hanna Klein auf einer Wellenlänge. Dazu kommt, dass Klein ihr Abitur jetzt hinter sich hat, mit dem Studium der Sportwissenschaften ein neuer Lebensabschnitt angebrochen ist. »Es sieht jetzt ein wenig so aus, als ob ich nur auf Druck reagiert hätte. Es stimmt zwar, dass 2008 nicht optimal war, aber ich habe mir sowieso vorgenommen, nach dem Abitur 2009 richtig Rad zu fahren«, sagt Hanna Klein dazu, bekennt aber, dass die Maßnahmen auch eine Reaktion bei ihr ausgelöst haben. Sie habe überdies auch das Gefühl gehabt, dass sie Rothaus-Cube-Teamchef Patrik Faller »noch etwas schuldig« sei, weil er ihr in den vergangenen beiden Jahren die Stange gehalten hat.

Der Glaube an sich selbst

»Vom ersten Kilometer an habe ich im Trainingslager eine andere Hanna gesehen«, sagt Trainer Toni Uecker. In Saalhausen feierte sie ihren ersten Sieg in der Eliteklasse und war dann von sich doch selbst überrascht.

(Quelle: ---)

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