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02.10.2008 | 15:17 h

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Erhard Goller

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Das große Interview mit Nina Wrobel - Teil 1

Studium und Sport: Nina Wrobel (geb. Göhl) schien den Spagat mühelos zu beherrschen. Doch dann kam ausgerechnet zur Olympia­quali der herbe Rückschlag. Wird Sie wieder Rennen fahren? Wir sprachen mit ihr während der Olympischen Spiele ... und danach.

Nina Wrobel
© Armin M. Küstenbrück

Nina Wrobel
© Armin M. Küstenbrück

Nina Wrobel
© Armin M. Küstenbrück

Nina Wrobel
© Armin M. Küstenbrück

Nina Wrobel
© Armin M. Küstenbrück

Nina Wrobel
© Armin M. Küstenbrück

Nina Wrobel
© Armin M. Küstenbrück

Eine gekürzte Version dieses Interviews mit Nina Wrobel vom August 2008 finden Sie in der aktuellen Oktober-Ausgabe der »bike sport news«. Hier ist die nicht minder interessante lange Version dieses Gesprächs mit der sympathischen Medizinstudentin, die dieses Jahr gerne die Olympischen Spiele bestritten hätte.

Nina Wrobel und die Olympischen Spiele, das ist ein Paar, das irgendwie nicht zusammenkommen will. Die 25-jährige Medizinstudentin hatte schon 2004 das Nachsehen, als sie aufgrund einer Verletzung erst spät in die Saison einsteigen konnte und die Norm erst zu spät bzw. nur zur Hälfte erfüllen konnte. Weil Sandra Klose damals die B-Norm erfüllt hatte, hatte das Nationale Olympische Komitee Angst vor einer Klage und folgte dem Vorschlag des BDR nicht, Wrobel, die damals noch Göhl hieß, zu nominieren. Nina Wrobel war enttäuscht, ging aber ihren Weg weiter und schaffte trotz Medizinstudium im Mai 2006 in Fort William den ersten deutschen Weltcupsieg, seit Sabine Spitz in Vancouver 2002 dieses Kunststück gelungen war. Nina Wrobel schien auf dem besten Weg, das umzusetzen, was man ihrem Talent auch zugetraut hatte, nämlich eine absolute Weltklassebikerin zu werden. Doch Anfang 2007 begann eine Leidensgeschichte, die letztlich darin gipfelt, dass Nina Wrobel die Olympischen Spiele erneut verpasste. Uns hat interessiert, was genau dahintersteckt und wie es der sympathischen Bikerin damit geht, die Rennen in Peking nur aus der Ferne verfolgen zu können. Deshalb haben wir sie in der ersten Olympiawoche in Göttlishofen besucht. Dort hat sie Quartier bezogen um in Wangen in der Klinik ein Praktikum zu machen.

BSN: Nina, wir sitzen jetzt hier, im Garten vor Ihrem Elternhaus im Allgäu...
NW:
... weil ich nicht in Peking bin (grinst).

BSN: Stimmt. Aber beginnen wir mal weiter vorne. Spätestens seit Ihrem Weltcupsieg 2006 in Fort William, haben Sie sich auf dem Weg in Richtung Olympia befunden, vielleicht sogar auf dem Weg zu einer Medaille.
NW:
Olympiakandidatin ja, aber Medaillenkandidatin würde ich nicht sagen. Ich weiß schon, wenn ich mal gut in Form bin, kann ich auch schnell fahren. Aber ich glaube nicht, dass es so wirklich mein Ziel gewesen wäre. Wenn ich dabei gewesen wäre, hätte ich mir die Top-Acht als Ziel gesetzt, schon um den Druck wegzunehmen. Auch weil ich jung bin, es meine ersten Spiele gewesen wären und ich noch nie eine Vorbereitung auf ein einzelnes Rennen hin gemacht habe.

BSN: Bis Ende 2006 lief alles ganz normal. Sie haben zugunsten des Physikums (Zwischenprüfung im Medizinstudium, die red.) auf die WM in Neuseeland verzichtet.

(Quelle: )

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