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16.01.2010 | 12:43 h |
Keine Anmerkungen | ||
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Redaktion: Karl Groß |
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People |
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Moritz Milatz und der höchste befahrbare Pass der Welt |
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Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen, dachte sich Moritz Milatz und ergriff kurzentschlossen die Gelegenheit, an seinem momentanen Trainingsstandort in Argentinien den höchsten befahrbaren Pass der Erde per Auto zu bereisen. Dabei entdeckte er ein ihm bisher unbekanntes Mittel gegen Reifenpannen ... |
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Ein reizvoller Gegensatz zur sonst eher kargen, von Felsen und großen Kakteen geprägten Landschaft. Wir gewannen auf den ersten 40 Kilometern kaum an Höhe, und als wir den letzten Ort, La Poma, durchfuhren, hielt unser Chauffeur plötzlich an, denn wir hatten links hinten, wie unausgesprochen befürchtet, einen platten Reifen. Gewechselt war das Rad schnell, ohne Ersatzrad jedoch jetzt den ganzen weiteren Weg zurücklegen zu müssen, weckte doch einige ungute Befürchtungen in uns. Nicht so unser Fahrer: Er holte die zuvor gekaufte Flasche Wein, öffnete sie, verteilte etwas auf den Schotter, sprach ein Gebet – und weiter ging es. Wie gesagt, es war ein komisches Gefühl, so fern der Zivilisation, ohne Ersatzrad unterwegs zu sein, und das auf einer Schotterstraße, die sich jetzt immer höher das Tal emporschlängelte. Mehrfach mussten wir den bereits erwähnten Bach durchqueren, und bei jedem Schlagloch zogen wir instinktiv die Köpfe ein. Greifbare Stille und Wesen, die ohne Sauerstoff existieren könnenDer Lohn unserer Strapazen war eine grandiose Landschaft, so ganz anders als in den Alpen, wo bereits ab 3000 Metern überhaupt nichts mehr wächst. Bald schon hatten wir die Viertausender-Marke überschritten, und noch immer gab es reichlich Pflanzen. Die Gegend war sehr einsam, höchstens ab und zu eine kleine unbewohnte Hütte. Was tun hier bei einem Platten, geisterte es uns immer wieder durch die Köpfe. Handy-Empfang war hier sehr unwahrscheinlich, und auf die Frage, wie viele Autos hier täglich vorbeikommen, antwortete unser Fahrer lapidar: »Eins bis zwei.« Irgendwann kam uns dann auch tatsächlich ein Auto entgegen, qualmend und die Insassen am Schieben. Immerhin ging es für die jetzt nur noch bergab. Endlich, nach vier Stunden Fahrt, standen wir auf der Passhöhe, ein Ausblick, den man nur sehr schwer beschreiben kann. Und dann diese unglaubliche Stille. Die Höhe schien anfangs kein Problem zu sein, zumindest solange man sich nicht bewegte. Vielleicht ein leichtes Druckgefühl im Kopf, mehr aber nicht! Dann wanderten wir Richtung Gipfel, denn schließlich wollten wir ja noch die Höhe von 5000 Metern knacken. Bei jedem zu schnellen Schritt musste ich heftig nach Atem ringen, mein Puls raste, als würde ich wie ein Bekloppter rennen. Dann endlich, nach einer dreiviertel Stunde größter Sauerstoffnot, standen wir auf dem Gipfel auf 5080 Meter Höhe. Der Ausblick war überwältigend, und es beeindruckte mich sehr, in dieser lebensfeindlichen Höhe noch auf Lamas und Alpakas – oder waren es die wildlebenden Guanakos und Vikunjas? – zu treffen. Manchmal hilft fester Glaube und eine Flasche WeinBergab ging es nun um einiges leichter, und die Rückfahrt verlief viel besser als gedacht. |
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(Quelle: PM Moritz Milatz – Michael Veit) |
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