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30.08.2010 | 10:43 h

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Erhard Goller& kg

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Cross-Country

 

Worldcup Windham: Kulhavy siegt, Schurter GC-Sieger

In einem dramatischen Weltcup-Finale setzte sich der Tscheche Jaroslav Kulhavy gegen drei Schweizer durch. Der Tageszweite Nino Schurter ist Weltcup-Gesamtsieger.

Jaroslav Kulhavy siegt in Windham
© Armin M. Küstenbrück

Nino Schurter hat den Weltpokal
© Marius Maasewerd

Manuel Fumic war bester Deutscher ...
© Armin M. Küstenbrück

... obwohl er fast eine ganze Runde ohne Sattel fahren musste
© Armin M. Küstenbrück

Manuel Fumic spielte auf den ersten drei von sechs Runden eine prominente Rolle. Er fuhr in der vierköpfigen Spitzengruppe, die sich mit Nino Schurter, Florian Vogel (beide Schweiz) und dem Südafrikaner Burry Stander gebildet hatte, nachdem Olympiasieger Julien Absalon (FRA) sich in der ersten Runde einen Reifendefekt eingehandelt hatte und so im Rennen um den Gesamtsieg gegen Schurter praktisch chancenlos war. »Ich hatte im Flachen meine Probleme, konnte in den Anstiegen aber immer wieder aufschließen«, erklärte Fumic. Allerdings gesellten sich von hinten vier weitere Fahrer zum Spitzenquartett, während Stander zurückfiel.

Zu Beginn der fünften Runde brach Manuel Fumic dann allerdings der Sattel, und er musste etwa vier Kilometer ohne Sitzgelegenheit bewältigen. Das warf ihn auf Rang 13 zurück, auf dem er mit 3:15 Minuten Rückstand auf Kulhavy (1:39:28 Stunden) das Rennen auch beendete. »Ich konnte vorne mithalten, das war sehr positiv. Schade, dass der Sattel gebrochen ist, dadurch habe ich den siebten Rang in der Gesamtwertung verloren, aber trotzdem war das Rennen gut für den Kopf«, kommentierte Fumic sein Rennen.

Der Freiburger Moritz Milatz fühlte sich nicht besonders gut, konnte aber vier Runden lang Kontakt zu Rang 20 halten. »Dann bin ich komplett still gestanden, keine Ahnung warum«, so Milatz, der auf Rang 45 letztlich 11:21 Minuten Rückstand hatte und zum Schluss noch von Wolfram Kurschat (44. , +11:12) überholt wurde. Der Neustädter war nach 300 Metern in einen Sturz verwickelt und musste das Feld von hinten aufrollen.

Auch Jochen Käß war in den Sturz verwickelt und musste mit einer Minute Rückstand auf das Feld das Rennen wieder aufnehmen. »Es war schwierig, weil du immer überholen musst, wenn du eigentlich nicht überholen willst. Die Form ist gut, und ich habe versucht, das Beste draus zu machen. Unter diesen Umständen bin ich mit dem Ergebnis zufrieden“, so Käß, der als 36. mit 9:34 Minuten Rückstand das Ziel erreichte. In der Gesamtwertung fiel er noch von Rang 17 auf 23 zurück.

Das Ergebnis ist sieben Tage vor der Weltmeisterschaft im kanadischen Mont Sainte Anne aus deutscher Sicht nicht unbedingt ermutigend. Bei Milatz und Kurschat darf man allerdings davon ausgehen, dass sie in einer Woche weiter vorne landen werden. Und Fumic hat zumindest gezeigt, dass er ein Kandidat für einen Platz unter den besten fünf sein kann.

Derweil hat sich Weltmeister Nino Schurter für die Titelverteidigung in Stellung gebracht. Er musste sich in einem spannenden Finale aus einer fünfköpigen Spitzengruppe heraus zwar Europameister Kulhavy geschlagen geben, doch für ihn ging es an diesem Tag in erster Linie um seinen ersten Gesamtsieg.

(Quelle: Erhard Goller – live aus Windham, USA)

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