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08.12.2011 | 00:00 h

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Totgesagte leben länger – der OTV Mountainbikecup geht 2012 in die 14. Runde

Die Vorzeichen waren nicht die besten: Denn nach Jahren der Expansion hat der Nordostbayerische OTV - Mountainbikecup zuletzt etwas geschwächelt. Es gab sogar Befürchtungen, der Cup würde im kommenden Jahr nicht mehr stattfinden. In einer außergewöhnlich langen Sitzung der noch verbliebenen Veranstalter gab es nun eine unerwartete Resonanz. Wesentlich mehr Teilnehmer als erwartet fanden sich beim traditionellen Veranstaltertreffen ein, um die Serie im Jahr 2012 wieder auf eine tragfähige Basis zu stellen.

Zwar sind die Zeiten inzwischen fern, als der Cup in der Spitze bis zu 13 Rennen zählte. Dafür war bei den verbliebenen fünf Veranstaltern ein Zusammenhalt nach dem Motto „jetzt erst recht“ zu erkennen, den vorab so niemand vermutet hatte. Krisen hat der Cup als eine der ältesten MTB Serien in Deutschland genügend hinter sich. Kaum hatte sich die Serie im Jahr 1999 etabliert, schockierte ein Jahr später das tragische Gletscherbahnunglück von Kaprun die Szene. Von einem Mitveranstalter waren mehrere Opfer in den Reihen der Rennfahrer und Helfer zu beklagen, die dort auf tragische Weise ums Leben kamen. Im Jahr 2005 gab es Turbulenzen, als wichtige und engagierte Mitstreiter ihre Mitarbeit im Cup aufgeben mussten.

 

Trotz dieser Schicksalsschläge war der Cup in seiner Geschichte immer wieder der Lieferant nicht nur für hochklassige Rennen, sondern auch Garant für die Entwicklung hochkarätiger Sportler. Die Startlisten von Bundesligarennen bis zum Weltcup wären wohl ein wenig kürzer, hätte es diese Veranstaltungsserie mit ihrer Ausrichtung, Hobbysportlern und Elitefahrern eine gemeinsame Plattform zu bieten, nicht gegeben. Und damit das so bleibt, werden kommendes Jahr wieder alle Veranstalter alles dafür tun, hochklassige Rennen anzubieten.

 

Start der Serie ist am 29.04. beim Berchkönig in Bayreuth-Obernsees. Und wie der Name schon vermuten lässt, lädt das Team Icehouse an diesem Tag zur Hatz auf die Neubürg, einen der schönsten Aussichtsberge der Fränkischen Schweiz. Mit rund drei Kilometern Streckenlänge für Hobbyfahrer noch machbar, eignet sich dieses Rennen auch als Standortbestimmung für die im nächsten Jahr wieder stattfindenden bayerischen Meisterschaften im Bergzeitfahren in Grafenau. Wer an diesem Tag das gleiche noch mal mit dem Rennrad ausprobieren möchte, auch kein Problem, es gibt auch ein Bergzeitfahren auf der Straße, hier gibt es natürlich keine Cupwertung.

 

Vor dem Rennen in Painten bei Kelheim am 17.05. brauchen auch Einsteiger oder Racer aus anderen Disziplinen mit dem MTB Sport keine Berührungsängste zu haben. Auf dem von der SG Painten abgesteckten, technisch relativ einfachen Kurs können auch Neulinge in die Disziplin Cross-Country hineinschnuppern. Profis haben hier die ideale Basis als Vorbereitung auf die legendäre Wurzelschlacht am 19.05., zwei Tage später in Wüstenselbitz bei Münchberg. Über dieses Rennen des FC Wüstenselbitz braucht man nicht mehr viel schreiben, zweimal schon wurden hier die Bayerischen Cross-Country Meisterschaften ausgetragen. An die 300 Teilnehmer aus allen Klassen waren alleine heuer der Beweis, dass das Konzept des Veranstalters stimmt, sei es die Strecke mit ihren Umfahrungsmöglichkeiten der schwierigen Passagen oder alleine die Stimmung, die hier immer herrscht.

(Quelle: )

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