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16.01.10 | 12:43 h

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Karl Groß

 
 
 

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Moritz Milatz und der höchste befahrbare Pass der Welt

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen, dachte sich Moritz Milatz und ergriff kurzentschlossen die Gelegenheit, an seinem momentanen Trainingsstandort in Argentinien den höchsten befahrbaren Pass der Erde per Auto zu bereisen. Dabei entdeckte er ein ihm bisher unbekanntes Mittel gegen Reifenpannen ...

Über 5000 Meter
© Moritz Milatz

Auffahrt in die Anden
© Moritz Milatz

Auffahrt in die Anden
© Moritz Milatz

Über 5000 Meter
© Moritz Milatz

Über 5000 Meter
© Moritz Milatz

Trainingsgruppe
© Moritz Milatz

Manche Möglichkeiten muss man einfach wahrnehmen, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Das dachte sich auch Moritz Milatz, als er beim Recherchieren seines Reiseführers auf die Information stieß, dass sich nur knapp 100 Kilometer vom derzeitigen Trainingsstandort Cachi (Argentinien) mit 4900 Metern der höchste befahrbare Straßenpass der Welt befindet. Halt, wird da der eine oder andere sagen, so hoch ist doch gerade mal der höchste Berg der Alpen: Nur ist die Gipfelkappe des Montblanc vergletschert und damit alles andere, als mit einem Auto befahrbar. Nicht so die Anden, die sich in ihren topografischen und klimatischen Eigenheiten so gar nicht mit den Alpen vergleichen lassen. Sie sind die längste, über dem Meeresspiegel befindliche Gebirgskette der Erde, mit Gipfelhöhen bis zu knapp 7000 Metern, und die Schneegrenze beginnt dort erst bei ca. 5000 Metern, so dass man die wild lebenden Verwandten von Lamas und Alpakas (Guanakos und Vikunjas) bis in diese Höhen antrifft.

Moritz Milatz schildert seine Erlebnisse beim Trip auf das Dach der Anden

Hallo, liebe Fans und Freunde,
aus dem warmen Argentinien hier meine Eindrücke von unserem Abenteuertrip auf den höchsten Straßenpass der Welt. Im Reiseführer hatte ich mit Erstaunen gelesen, dass sich keine 100 Kilometer von unserem derzeitigen Aufenthaltsort der mit 4900 Metern höchste Straßenpass der Welt befindet. Allerdings ist die Straße da hinauf, nur ein schotteriger Fahrweg, so dass es sich von vorneherein ausschloss, da mit dem Rennrad hochzufahren. Schade – mit dem Mountainbike wäre es einen Versuch wert gewesen. Als ich Bundestrainer Andreas Petermann von meiner Entdeckung erzählte, war auch er sofort begeistert, so dass wir beschlossen, die Reise am Ruhetag mit dem Auto zu unternehmen. Denn schließlich: wann kommt man schon auf 5000 Meter Höhe?

Abgefahrene Reifen und seltsame Rituale

Unser argentinischer Fahrer holte uns morgens um 8:00 Uhr ab. Da er jedoch noch ein neues Reserverad organisieren musste, verzögerte sich der Start um weitere drei Stunden. Etwas kritisch betrachteten wir das Auto, mit dem wir losfahren sollten und dabei besonders die Reifen, die fast kein Profil aufwiesen. Aber gut, dachten wir, der Fahrer wird schon wissen, was er da macht. Zu fünft machten wir uns schließlich auf den Weg. Andreas Petermann, Lars Fleischmann, Wolfgang Lötzsch, der Fahrer und ich. Die anderen hatten sich von der kalkulierten Reisedauer von acht Stunden im Vorfeld abschrecken lassen. Kaum unterwegs, begann der Fahrer, diverse Mittelchen gegen die »dünne« Luft auszupacken. Da gab es unter anderem Kokablätter, die er kaute, Muskatnuss und irgendein Sodapulver, außerdem kaufte er sich zu unserem Erstaunen eine Flasche Wein.

(Quelle: PM Moritz Milatz – Michael Veit)

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