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21.10.2011 | 00:00 h |
Keine Anmerkungen | ||
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Redaktion: |
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Marathon |
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Crocodile Trophy 2011 – Online-Tagebuch #2 |
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Etappe 1: Land unter ... |
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Nach 12 Kilometern neutralem Start von Cairns ins Hinterland ging es gleich ordentlich bergauf. Ich hätte mich besser etwas zurückhalten sollen. Ein langer Lauf mit Intervallen steckte mir noch in den Beinen. Darüber hinaus gab es ein klares Trainingsziel: ruhiges Grundlagentraining auf dem Rad und ab und zu einen Lauf mit Fokus auf Technik im Anschluss an die Etappen. Ich hatte mir zur Beruhigung extra ein Kinderhörbuch auf meinen iPod gespielt...
Alle guten Vorsätze waren dahin: Ich fuhr zu schnell. Und es begann zu allem Überfluss in Strömen zu regnen. So viel Wasser hatte ich zuletzt beim Ironman Regensburg gesehen. Allerdings dort nur in der ersten Stunde. Zunächst dachte ich: "Gut, gehört halt zum Urwald." Innerhalb kürzester Zeit konnte ich allerdings weder andere Fahrer noch den vorgegebenen Weg erkennen. Kurz darauf wurde das Rennen unterbrochen. Einige Begleitfahrzeuge waren in den steilen Sektion weiter oben am Berg stecken geblieben. Nach einiger Wartezeit, die wir eingehüllt in Plastiktüten und bei viel Kaffee verbrachten, entschied sich die Rennleitung dafür die gesamte Etappe zu neutralisieren und eine alternative Route zum Ziel zu wählen. Der Rest des Tages ist schnell erzählt: Eine wunderschöne Bergauffahrt durch den Urwald im strömenden Regen. Darauf stumpfes Tempobolzen auf dem Highway bis ins Ziel. Plötzlich schien sich niemand mehr an die Neutralisierung zu erinnern. Am Ende standen ca. 105 Kilometer zu Buche.
Die für Australien um diese Zeit niedrigen Temperaturen, der viele Regen und die für mich eher ungewohnte Sitzposition auf dem Mountainbike, gingen nicht spurlos an mir vorbei. Die letzten Kilometer hatte ich mit Krämpfen zu kämpfen. Wer hier mitfährt und kein ausgesprochener Spezialist ist, sollte sich am Anfang besser zurückhalten. Die rauhen Pisten, die Hitze und extreme Wettersituationen mit Starkregen und Überschwemmungen wie in diesem Jahr können der Physis und Psyche unerwartet stark zusetzen. Selbiges gilt für das Material. Auch hier sind keine Experimente angebracht. Ich selbst bin mit einem unbekannten Bike angereist und wäre ohne die akribische Arbeit von Oliver Wacek von Trinity Cycle in Cairns wohl gar nicht erst an den Start gegangen. Welch ein Glück, dass ich auf einen Mann traf, der sein Handwerk versteht. Auf Glück zu setzen ist allerdings keine besonders robuste Strategie. Das sollten manche Fahrer in den nächsten Tagen noch am eigenen Leib erfahren.
Sehen wir erst einmal, was die Nacht und der Morgen danach bringen...
Bis morgen. Dirk |
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(Quelle: ) |
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