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23.11.2011 | 09:09 h

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Thomas Hebestreit

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Teamreports

 

Bike-Planet MTB-Team: Rennbericht Berliner MTB-Meisterschaft

Thomas Hebestreit auf Platz 3 bei der Berliner Mountainbike-Meisterschaft 2011

Eine Anekdote für den Trainingstiefstapel- und Ich-bin-überhaupt-nicht-fit-Startblock

Irgendetwas stimmte nicht, das war klar. Ich fühlte mich fit. Das dürfte bei einem dreifachen Familienvater nicht vorkommen. Auch, das mein Bike geschniegelt und gestriegelt, gepumpt und gepimpt bereits eine Woche auf den Einsatz bei der Berliner Meisterschaft wartete, machte mir Sorgen. Das konnte nicht mit rechten Dingen zugehen. Da Berlin vor der Türe lag und soweit offensichtlich alles bereitet war, ließ ich den Samstag getrost ohne Vorbereitung passieren. Sonntag früh wäre vor dem Rennen schließlich genug Zeit, alles zu richten, in den Kombi zu laden und aufzubrechen. Ich wusste, das irgendwas faul war.

Um ein Uhr morgens wand sich der Jüngste zahnend im Bett und weckte die Familie. Es dauerte etwa zwei Stunden, bis der Bettenrundtausch eine zufriedenstellende Schlafkombination ergab. Den Lego-Ritter aus meiner Fußsohle zu operieren, den ich mir in einem der Kinderzimmer eingetreten hatte, dauerte noch etwa eine halbe. Die zweite Zahnungswelle begann gegen fünf. Da waren es noch sieben Stunden bis zum Start, also noch nichts verloren. Als der Älteste gegen neun mit meiner Brille, die ich gewöhnlich bei Rennen trug, ins Zimmer kam, hätte ich nervös werden sollen. Wurde ich aber nicht, ich war einfach zu müde. Der Bitte, sie wieder in den Helm zu tun, konnte er nicht nachkommen, weil der nicht mehr da war. Die Mittlere verlieh ihn gerade an Nachbarskinder, die damit um die Ecke verschwanden. Alles cool, kein Problem. Zeit war genug. Frühstück machen, Brötchen in den Ofen. Der Helm kam bald wieder, er war ein wenig schmutzig, aber es war immer noch genug Zeit. Allerdings war ich sehr müde und vergaß, den Ofen einzuschalten. Jetzt war es an der Zeit, auf die Zeit achtzugeben. Das Bike ins Auto zu tun wäre ein gute Idee. Allerdings war da überraschender Weise der Kinderwagen drin. Ich erinnerte mich vage an ein gestriges "Liebster, ich leih mir kurz deinen Wagen". Alles machbar, die Zeit reichte gerade noch. Alles verstaut, nur die Radschuhe fehlten. Die Kinder versicherten, sie hätten die vielleicht nicht gehabt. Eine halbe Stunde später, mit einem halb aufgetauten Brötchen im Magen, fand ich sie im Kinderwagen. Nun aber los. Die blinkende Tankanzeige brachte mich etwas aus der Ruhe. Das Schild an der Tankstelle "Geschlossen" versetzte mich in Panik. Der Anruf von zu hause, meine Trinkflasche stünde noch auf dem Küchentisch, machte dann nichts mehr aus.


Eine Stunde später am Start fragte ein Kontrahent dann: "Na, bist du fit?" "Joa, etwas müde nur, der Kleine bekommt Zähne".

(Quelle: )

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