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24.06.2003 | 15:32 h

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Schmerzender Rücken kann gar nicht entzücken (Teil 1)

(24.06.03/wk) Ein Drittel aller Radfahrer hat gelegentliche oder gar chronische Rückenprobleme. Was kann Biker dagegen tun?

Bikers ungeliebter Begleiter: Rückenschmerzen

Oberkörpertraining beugt Schmerzen vor

36 Prozent aller Radfahrer klagen gelegentlich oder gar regelmäßig über Rückenprobleme. Es sticht und drückt, zumeist im unteren Rücken- oder Kreuzbeinbereich. Verantwortlich für die das Radfahren vermiesenden Qualen sind Muskelverspannungen oder (oft einseitige) Überbeanspruchungen. Die können auch vom Radeln kommen - in den meisten Fällen aber bringt man sie bereits mit, beispielsweise von einem ergonomisch ungünstigen Arbeitsplatz.

Radeln: Trotz oftmaliger Schmerzen beliebt
Radfahren ist der beliebteste Sport in Deutschland. Etwa 60 Prozent der Bundesbürger schwingen sich laut Umfragen mindestens einmal im Monat aufs Zweirad, der typische Bike-Guide/MTB-RACE.com-Leser eher zehn- bis zwanzigmal so oft. Zudem zählt das Radeln aus orthopädischer Sicht zu den empfehlenswertesten Sportarten überhaupt. Selbst bei bestehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen, beispielsweise degenerativen Gelenkerkrankungen, empfehlen Sportärzte vorzugsweise das Radfahren (oder alternativ Schwimmen).

Pflichtprogramm: Dehnen gegen die Einseitigkeit
Rückenschmerz-geplagte Patienten bekommen vom weisen Doc meistens kleine Gänge bei hohen Tretfrequenzen verordnet, um Überbelastungen zu vermeiden: Kurbeln wie Mamas Nähmaschine ist angesagt. Genau das Gegenteil betreiben jedoch viele Rennfahrer: Sie drücken auf Teufel komm raus die dicke Scheibe bei kaum 80 oder 90 U/min, bis Meniskus und Rückenwirbel „Erbarmen!“ stöhnen. 550-Watt-Mann Jan Ullrich ist ein Paradebeispiel dafür. Nach derartigen Brachialbelastungen sollte dann dann aber wenigstens ein - ausgedehntes! - Dehnprogramm folgen. Mindestdauer: 15-30 Minuten, je nachdem, wieviel Zeit zur Verfügung steht. Regelmäßiges Dehnen und Gymnastik beugt nämlich dem Rückenschmerz (verursacht durch Verspannungen oder Muskelverkürzungen) vor und steigert gleichzeitig die abrufbare Leistung.

Vorbeugung: Bauchmuskeln gegen den Rückenschmerz
Parallel täte ein moderates Krafttraining, vor allem im mittleren Rumpfbereich, den allermeisten Bikern ganz gut. Denn kräftige Bauch- und Rückenmuskeln stabilisieren den Oberkörper und beugen Beschwerden des Bewegungsapparates, speziell der Wirbelsäule, vor. Was die meisten nicht wissen: Da bei Radfahrern fast immer die Bauchmuskeln zu schwach sind, treten gerne Dysbalancen gegenüber der eigentlich ausreichenden Rückenmuskulatur auf: Letztere ist dann dauerhaft „tonisch“ angespannt und verspannt sich in der Folge. Wenn also der Rücken schmerzt, kann durchaus der nicht vorhandene, antagonistische „Sixpack“ rund um den Bauchnabel dafür verantwortlich sein. Der freundliche Instruktor im heimatlichen Fitnessstudio weiß (meistens), was zu tun ist, damit man sich zumindest bald so fühlt wie die dauergrinsenden Models auf dem „Men’s Health“-Cover.

Blitzprogramm gegen den Schmerz
Gängige, oft gehörte Tipps gegen Rückenbeschwerden gehen meist von Wirbelsäulengymnastik, Yoga- und Stretchingübungen über Wärmeanwendungen bis hin zum Einsatz von Rheumapflastern.

(Quelle: (#: 3357))

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