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16.01.2008 | 13:26 h

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Karl Groß

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Rückenbeschwerden? – Was Sie darüber wissen sollten

Rückenschmerzen gelten heute als die Volkskrankheit Nummer eins. Wirbelsäulenspezialist Dr. Reinhard Schneiderhan beantwortet die wichtigsten Fragen

Jeder dritte Deutsche leidet unter Schmerzen an der Wirbelsäule. Akute oder chronische Rückenprobleme machen den Alltag zur Qual und schränken das tägliche Leben der Betroffenen stark ein. Dabei trifft es junge und alte Menschen gleichermaßen. Hier die wichtigsten Fragen zum Thema Rückenschmerzen und die Antworten des Wirbelsäulenspezialisten und Orthopäden Dr. Reinhard Schneiderhan (München) dazu:

Wie ist die Wirbelsäule aufgebaut?
34 Wirbel, 23 Bandscheiben, unzählige Muskeln sowie Sehnen und Bänder sorgen für einen einzigartigen Aufbau unserer Wirbelsäule. Sie bilden ein Gerüst, welches dem Menschen seinen aufrechten Gang und Seitwärts- oder Drehbewegungen ermöglicht. Neben Stabilität sorgt die Wirbelsäule für Elastizität und Flexibilität. Zwischen den einzelnen Wirbeln liegen die Bandscheiben. Als eine Art »geleegefüllte« Stoßdämpfer und Abstandshalter sorgen sie dafür, dass sich das Rückgrat biegt, dehnt und zusammenstaucht. Ohne diese Fugenelemente wäre unser Rücken absolut steif und würde einem Besenstiel gleichen.

Wie entstehen Schmerzen im Rücken?
Zwischen Stress im Büro und Familie finden viele Menschen nicht genug Zeit für ausreichend Bewegung. In der Folge baut die Rückenmuskulatur, welche Oberkörper und Wirbelsäule stabilisiert, ab. Belastungen übertragen sich direkt auf die sensiblen Bestandteile des Rückens und es kommt zu Schmerzen. Auch Menschen, die sich durch Sport zu viel bewegen, klagen über Beschwerden. Sie muten sich in nur wenigen Trainingseinheiten zu viel zu. Gerade untrainierte Personen sollten darauf achten, ihren Rücken nicht überzustrapazieren. Auch psychischer Stress wirkt sich negativ auf den Körper aus. Seelische Probleme führen zu Verspannungen der Muskulatur. Nicht selten verselbständigen sich Schmerzen und gehen in chronische Beschwerden über.

Wann muss ich zum Arzt?
Treten folgende Symptome auf, sollten Patienten einen Facharzt konsultieren: An erster Stelle stehen starke Bewegungseinschränkungen, die beispielsweise Bücken oder Kopfdrehen unmöglich machen. Auch Beschwerden, die sich kontinuierlich verstärken und mit Fieber einhergehen, gehören in ärztliche Behandlung. Ebenso deuten Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Lähmungserscheinungen in den Beinen oder akute Gangunsicherheit auf einen Bandscheibenvorfall hin.

Was passiert bei einem Hexenschuss?
Durch einen stechenden Schmerz, gefolgt von Bewegungssperre, zeichnet sich ein Hexenschuss aus. Viele Betroffene setzen dieses Phänomen mit einem Bandscheibenvorfall gleich. Dies ist jedoch nicht der Fall. Vielmehr stellen Reizungen von Nervenfasern an der Wirbelsäule den Grund für einen Hexenschuss dar. Häufig trägt Verschleiß der Wirbelgelenke oder Osteoporose zur Entstehung der Schmerzen bei. Hier helfen oft konservative Maßnahmen. Physiotherapie und Krankengymnastik aktivieren durch praktische Übungen die Selbstheilungskräfte des Körpers und stärken die Rückenmuskulatur. Spezielle Medikamente erzielen vorübergehend eine schmerzlindernde Wirkung.

Wie entsteht ein Bandscheibenvorfall?

(Quelle: PM – Borgmeier PR • Wiebke Witte (#: 15777))

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