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29.07.2003 | 14:06 h

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Redaktionsbüro Dr. Kaske

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Ist der Muskelkater doch nicht sauer?

(29.07.03/go) Sportmediziner haben nachgewiesen, dass es bei Überlastung zu feinen Rissen in den Muskelfasern kommt. Die Muskelschmerzen werden nicht durch Stoffwechselprodukte wie Laktat hervorgerufen.

 

(29.07.03/go) Muskelschmerzen sind ein Zeichen dafür, dass wir unseren Körper überanstrengt haben durch ungewohnt lange oder starke körperliche Belastung. Muskelkater wird nicht durch unerwünschte Stoffwechselprodukte wie Milchsäure (Laktat) hervorgerufen. Inzwischen haben Sportmediziner nachgewiesen, dass es bei Überlastung zu feinen Rissen in den Muskelfasern kommt. Dadurch kann Wasser in diese Fasern eindringen, was dort zu einer vermehrten Flüssigkeitsansammlung (Ödemen) führt. Die Muskelfaser schwillt an und wir spüren ein bis drei Tage nach dem Sport den Dehnungsschmerz.


Energie für den Muskel
Unsere 400 Skelettmuskeln können große Kräfte entwickeln und einiges aushalten, aber nur wenn sie regelmäßig belastet und trainiert werden. Wichtig für Sportler zu wissen: Verbrennen wir mehr Energie und schwitzen viel, benötigt der Körper auch mehr Mineralstoffe, wie z. B. Magnesium, Calcium oder Kalium. Magnesium hat eine besondere Bedeutung für den Muskelstoffwechsel: Es beeinflusst die Erregungsübertragung von Nerven auf Muskeln und die Muskelkontraktion. Darüber hinaus unterstützt es den Erhalt der Knochensubstanz, den Fettstoffwechsel, die Steuerung der Körpertemperatur und die Eiweißsynthese. Bei erhöhter Anstrengung, wie stressigen Wettkampfserien oder Zusatzbelastungen, aber auch zur Vorbeugung gegen Muskelkater setzen viele Sportler auch L-Carnitin ein, das unerlässlich ist für die Energieerzeugung aus unseren Fettreserven. Die Kombination von Magnesium und L-Carnitin gibt es seit neuestem als Depot-Tabletten in der Drogerie.

Vorbeugung von Muskelkater
<sum> Regelmäßiges Training

 

<sum> Langsame Steigerung

 

<sum> Aufwärmen vor dem Training

 

<sum> Hören Sie auf ihren Körper, beanspruchen Sie ihn nicht zu stark und lange.

 

<sum> Einige Sportler schwören auf L-Carnitin (z. B. Plusform Muskel-Depot)

 

Linderung von Muskelkater
<sum> Entspannungsbäder oder Sauna

 

<sum> Massage

 

<sum> Intensiven Sport für ein paar Tage einstellen, damit die Risse ausheilen können.

 

<sum> Leichte Aktivitäten (z. B. ein wenig Gymnastik, Schwimmen, Joggen, Spazierengehen) schaden nicht.

 

Die Muskeln ein paar Tage schonen
Die Muskeln ein paar Tage schonenNormalerweise klingen die Beschwerden nach ein paar Tagen ab. Wenn sie nach drei Tagen nicht verschwunden sind, kann es sich um eine Muskelzerrung handeln. Sie tritt auf, wenn der Muskel nicht genügend aufgewärmt und damit elastischer gemacht wurde mit der Folge, dass die unelastischen Muskelfasern reißen, und Blut ins Gewebe austritt (häufig als Bluterguss sichtbar, meist auf der Beinrück- und -innenseite. Muskelzerrungen müssen längerfristig auskuriert werden, je nach Schwere drei bis sechs Wochen ohne Sport.

(Quelle: (#: 3691))

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